Von Rüdiger Hofmann

Wenn Bello aufs Töpfchen muss, zeigen sich Hundebesitzer nicht immer von ihrer feinen Seite. In Vetschau hatten zuletzt Bürgerbeschwerden zugenommen, da vermehrt Hundekot im Stadtgebiet auftauchte. Auf Straßen, Fuß- und Radwegen, oder an öffentlichen Plätzen – überall fanden sich die tierischen Hinterlassenschaften.

Jetzt hat das Ordnungsamt reagiert. „Wir haben die Kernstadt mit Hundetoiletten abgedeckt“, teilt Nadine Wegner, Fachbereichsleiterin Ordnung und Soziales, im Sozialausschuss mit. An acht Standorten in Vetschau und allen öffentlichen Grünanlagenflächen finden sich die dunklen Hundekotbehälter. Hinzu kommen zwei Standorte am Gräbendorfer See nahe der schwimmenden Häuser und dem Wüstenhainer Strand. Sollte der Bedarf noch zunehmen, ist eine Erweiterung der Standorte laut Aussage der Stadtverwaltung möglich.

Als Hundekotbeutel werden Kunststoffbeutel aus Polyethylen-Folien verwendet, die vor allem wegen ihrer hohen Zugfestigkeit auch unter Nässe einsetzbar sind. Sie sind bei entsprechender Materialstärke – um böse Überraschungen zu vermeiden – wasser- und geruchsdicht. Nach der Verwendung können die Beutel bedenkenlos im üblichen Abfall entsorgt werden.

Das Thema Hundetoiletten ist nicht ganz neu. Immerhin wurden seit 2014 bereits 14 dieser besonderen „Abfalleimer“ in Vetschau beschafft und alle zwei Jahre neue Behälter aufgestellt. „Jedoch sind drei davon durch Vandalismus zerstört worden“, so Wegner. Die Anschaffungskosten, die seitdem für 14 Behälter für die Stadt entstanden sind, bewegen sich bei rund 4 800 Euro. Für die laufende Unterhaltung sind etwa 300 Euro im Jahr aufzubringen.

„Zweimal in der Woche werden die Hundetoiletten durch den Bauhof gesäubert“, informiert Nadine Wegner über den Reinigungs-Rhythmus. Hundebesitzer quasi auf frischer Tat dabei zu ertappen, dass sie den Unrat ihres jeweiligen Tieres im Stadtgebiet einfach liegen lassen, sei äußerst schwierig. „Wir fahren aber in letzter Zeit verstärkt verdeckte Kontrollen“, so die Fachbereichsleiterin.