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Über den Dächern der Neustadt

Die meisten Sommertour-Teilnehmer standen zum ersten Mal auf der Spreewaldhaus-Dachterrasse und blickten beeindruckt in die Ferne.
Die meisten Sommertour-Teilnehmer standen zum ersten Mal auf der Spreewaldhaus-Dachterrasse und blickten beeindruckt in die Ferne. FOTO: Daniel Preikschat
Lübbenau. Irgendwann in den Siebzigern stand Ingeborg Vetterick schon einmal auf dem Dach des Elfgeschossers, der heute Spreewaldhaus heißt. Daher war gerade für sie gestern bei der letzten RUNDSCHAU-Sommertour in diesem Jahr der Blick von der Dachterrasse ein besonderes Erlebnis. Daniel Preikschat

"Grau in grau" habe damals die Neustadt von Lübbenau ausgesehen. Viel mehr Farbe habe sie mittlerweile bekommen, grüner und aufgeräumter wirke sie. Auch die anderen rund 50 Sommertourer genossen den wunderbaren Ausblick weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Am Horizont waren gar Tropical-Islands-Kuppel und Kraftwerk-Jänschwalde-Qualm zu sehen. Es wurde gezeigt, erzählt, fotografiert - und ein Vorschlag gemacht: "Es sollte feste Termine geben für den Besuch der Dachterrasse", so Bettina Großmann.

Buchstäblich nicht zu toppen war dieses Ausblick-Erlebnis vom Dach des Spreewaldhauses. Wohlweislich hatten es Michael Jakobs, Geschäftsführer der WiS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald, und seine Kollegen Andreas Jeschke und Uwe Radnick als Abschluss des Rundgangs durch die Neustadt vorgesehen. Los ging es - auch das bot sich an - im neuen Geschäftssitz am Oer-Erkenschwick-Platz 1. Im Konferenzraum in der vierten Etage informierte Jakobs zunächst kompakt über die Verwandlung des Plattenbaus vom Typs P1, Baujahr 1962, in einen modernen Geschäftssitz mit gutem Raumklima dank Boden- und Wandheizungen.

Beim Gang durch die Etagen erfreuten sich die RUNDSCHAU-Leser an einer bis ins Detail zweckmäßigen und geschmackvollen Inneneinrichtung. Küchen auf allen Etagen, Essen- und Fitnessraum, höhenverstellbare Arbeitstische, neckische Holzskulpturen - die Arbeitsbedingungen für die 60 köpfige Belegschaft im Haus erschienen den Besuchern optimal. Man bemühe sich eben, gutes Fachpersonal an das Unternehmen zu binden, erklärte der WiS-Chef. Das Erdgeschoss indes ist ganz auf die Bedürfnisse der WiS-Kunden zugeschnitten. Einen großzügig gestalteten Empfangsbereich, ausreichend Besprechungsräume und ein angenehmes, spreewaldtypisches Ambiente finden Besucher vor. Anders als noch in der Humboldtstraße, wo die WiS beziehungsweise ihr Vorgänger laut Jakobs 46 Jahre untergebracht waren.

Vom Oer-Erkenschwick-Platz ging es zu den Reihenhäusern in der Bebel-Straße. Zehn an der Zahl wurden hier aus Plattenbauten errichtet. In einem davon lebt Klaus Großmann mit seiner Frau seit 2004. Er habe es nie bereut, das 350-Quadratmeter-Grundstück erworben zu haben, erzählte der ehemalige Eisenbahner. Es wohne sich beschaulich, die Lage sei gut, die Wege kurz.

Nur lobend äußern konnten sich die Sommertour-Teilnahmer danach über das schmucke Quartier zwischen Straße der Einheit und Straße der Jugend. Kritische Hinweise gab es indes auch: In der Wagner-Straße hätten Fassade, Treppenhaus und Außenanlagen eine Frischekur nötig, merkte eine Lübbenauerin an, und im Bereich Grotewohlstraße/Giebelstraße werde rücksichtslos geparkt. Uwe Radnick, Chef der WiS-Hausmeister, bat um Geduld.: Pflegemaßnahmen und Parkplätzebau seien geplant.