Die Flickschusterei mit den Bahnübergängen in Lübbenau wird immer schlimmer! Vier Varianten wurden am 7. November dieses Jahres vorgestellt.
Die Bahn muss aus Sicherheitsgründen einen schienengleichen Bahnübergang am Nordkopf wegen zu geringen Abstandes bis zum nächsten schließen, entweder den an der Berliner Straße oder den an der Straße des Friedens.
Anfang Mai 2005 gab uns die Bahn durch Instandsetzungsarbeiten am Bahnübergang Berliner Straße an einem Tag die Gelegenheit, die katastrophale Verkehrsumleitung über die Friedrich-Engels-Straße und den schienengleichen Bahnübergang Straße des Friedens mit zu erleben. Beim Schließen des Bahnüberganges Straße des Friedens wäre es nicht anders. Woran wir aber nicht gedacht haben: Ein Kreisverkehr auf dem freien Platz unmittelbar neben dem Wasserfassungsgelände (Trinkwasserschutzgebiet mit Rohwasserbrunnen) zum Wasserwerk Berliner Straße kann den Stau am verbleibenden schienengleichen Bahnübergang beseitigen. Da fasst sich jeder normale Bürger an den Kopf und denkt, hoffentlich lehnen die Stadtverordneten am 14. Dezember 2005 die Schließung eines Bahnüberganges am Nordkopf in offener Abstimmung ab.
Dann endlich kann der Landesbetrieb für Straßenwesen eine Untertunnelung von der Karl-Marx-Straße zur Straße des Friedens nicht mehr ablehnen. Durch Abriss des nicht mehr genutzten Anschlussgleises zum ehemaligen Betrieb am Stennewitzer Weg könnte man den Platzgewinn für eine Verbindung zur Straße des Friedens und eine Untertunnelung für den gesamten Verkehr gleich mit nutzen.
Bei einer Untertunnelung könnten am Nordkopf beide Bahnübergänge geschlossen werden. Hat uns nicht schon einmal das BSBA als Vorgänger des Landesbetriebs Straßenwesen in Cottbus mit der miserablen Verkehrslösung Bahnhofstraße „beglückt“ ?