"7,50 Meter Länge und 140 Rollen", so Konstrukteur Frank Bareinz zu den Zahlen, die rutschendes Vergnügen garantieren. "Wir haben eine baugleiche Anlage in der Rhön entdeckt, von unseren Kindern ausprobieren lassen und diese nachgebaut", erzählte der Initiator der Trolltage. Mit der Rollenrutsche sorgte er auch für individuelle Hochgefühle. "Ich bin in Calau in der höchsten Position. Zumindest für ein Wochenende", stellte René Riewa mit einem Augenzwinkern fest. Der SPD-Stadtverordnete sorgte auf dem Rollenrutschen-Podest in 2,50 Metern Höhe für einen reibungslosen Ablauf.

"Die Jungs haben mächtigen Spaß an diesem Gerät", kommentierte Denise Freiwald das ständige Anstellen ihrer fünfjährigen Zwillingssöhne Marlon und Maurice. Bereits 2015 hatte sich die Lübbenauerin mit ihren Burschen und Töchterchen Melina (8) auf nach Calau gemacht. Dorthin ist auch das manuell betriebene Riesenrad aus der Werkstatt Bareinz zurückgekehrt. 2015 stand es nach der RTL-Fernsehpremiere "Die 2 - Gottschalk & Jauch gegen alle" auf der Grünen Woche. Nicht mehr von Calauer Veranstaltungen wegzudenken ist die kleine Bimmel-Bahn, die ebenfalls in der Tischlerei Bareinz flottgemacht wurde. "Zuletzt stand sie an der Stegschänke Werchow und kurz vor dem Verfall. Der Besitzer bot uns die Bahn an", erklärte Maren Bareinz. Ferner freute sie sich über das Entgegenkommen, Flüchtlingsfamilien kostenlosen Zugang zu den Trolltagen zu gestatten. So hätten die Veranstalter Kindern den Eintritt erlassen und die Stadt die Ticketpreise für Erwachsene übernommen. Bis Samstagnachmittag ist das Angebot von 20 empfangsberechtigten Flüchtlingen angenommen worden, so Maren Bareinz. Die meisten Helfer waren Familienangehörige und Mitglieder des Vereins zur Förderung des Feuerwehr- und Brandschutzwesens, der die Schirmherrschaft übernommen hat.