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Radfahren
Über (fast) alle Berge zum Rekord

Je eine Rennrad- und eine Tourenradgruppe machten sich beim Abradeln auf den Weg nach Altdöbern und wieder zurück.
Je eine Rennrad- und eine Tourenradgruppe machten sich beim Abradeln auf den Weg nach Altdöbern und wieder zurück. FOTO: Hegewald / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Calau/Altdöbern. Zum Abradeln zieht es Pedaleure aus der Region nach Calau und Altdöbern.

Gemäß dem Motto „was du vor dem Berg nicht hinter dir hast, hast du hinterm Berg vor dir“ zog es am gestrigen Sonntag über 75 radelnde Sonntagsausflügler zum traditionellen Abradeln nach Calau. Veranstalter war der Radsportverein (RSV) 1890 Calau, der zum Saisonfinale und zur offiziellen Eröffnung des neuen Radwanderweges „Über alle Berge“ Kaiserwetter bestellt hatte. Rund 40 Kilometer umfasst die abwechslungsreiche Radwanderroute mit Sehenswürdigkeiten am laufenden Band – ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Calau und des Amtes Altdöbern. „Beide Kommunen sind durch die Calauer Schweiz und eine gemeinsame Bahnlinie miteinander verbunden“, befand Bürgermeister Werner Suchner. Ziel sei es, auch Tagestouristen für die Route zu begeistern, die mit der Bahn anreisen und ihre Fahrräder mitbringen, so das Stadtoberhaupt. Dass sich mehr als 75 Teilnehmern, darunter 20 durchtrainierte Rennradfahrer, einreihten, nahm Gerhard Zeschnick mit Freude zur Kenntnis. „Das ist absoluter Rekord bei einem Abradeln“, stellte das RSV-Urgestein klar. Bereits in früher Morgenstunde machten sich Radler aus Alt- und Neudöbern auf dem Weg zum Start vor Herrmanns Fahrradhaus in Calau, unter ihnen Altdöberns Bürgermeister Peter Winzer. Zur kulinarischen Halbzeit in der Gemeinde war es ihm vorbehalten, die Vorzüge der Schloss- und Parkgemeinde hervorzuheben. Während der Rast konnten Teilnehmer zudem Wertungskarten aktualisieren, die Bestandteil des Calauer Supertriathlons sind. Nach dem 20:17-Stundenschwimmen, der Radtourenfahrt RTF (beide im Juli), wurde das Abradeln als Disziplin hinzugezogen, bevor der Breitensport-Wettbewerb am 31. Dezember mit dem 44. Silvesterlauf seinen Abschluss findet.

Um radelnde Teilnehmer nicht gleich zu Beginn des Sonntagsausfluges zu überfordern, wählte der veranstaltende RSV Calau einen Streckenverlauf, der an den Cabeler Schicksalsberg vorbeiführte. Als ambitionierter Kanten hinauf auf die Kammlage der Calauer Schweiz, nutzten bereits Profirennfahrer und Weltmeister den Anstieg als Trainingsstrecke.