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| 18:51 Uhr

Lübbenau
Trachtenvielfalt anno 1900 auf 50 Fotografien

:Richard Klau Sonntagsstaat, Werben.
:Richard Klau Sonntagsstaat, Werben. FOTO: Richard Klau / Sammlung MOSL
Lübbenau. Das Lübbenauer Spreewald-Museum verlängert seine Ausstellung zur frühen Atelierfotografie bis zum 1. Mai.

„Prachtvoll“ ist der Titel, der sich unweigerlich aufzwingt, wenn man die vielfältigen Trachten, die der Cottbuser Fotograf Richard Klau um 1900 auf vielen Bildern festgehalten hat, betrachtet. Von der Arbeitstracht bis zum Sonntagsstaat und von der Hochzeitstracht bis zur Tieftrauer zeigen die fast dokumentarischen Porträts von Richard Klau, eindrucksvoll die vielfältigen Facetten sorbisch-wendischer Trachten in dieser Zeit. Seine Aufnahmen stellen einen besonderen kulturgeschichtlichen Schatz der Lausitz dar.

Das Lübbenauer Spreewald-Museum hat sich nun dazu entschlossen, die Sonderausstellung mit detailreichen Reproduktionen von über 50 historischen Aufnahmen Klaus bis zum 1. Mai 2018 zu verlängern. Das teilt Museumssprecherin Jenny Linke in einer Presseinformation mit.

Richard Klau (1857 bis 1934) war zeitlebens fasziniert vom Leben und der Trachtenvielfalt der zahlreichen wendischen/niedersorbischen Dörfer rund um Cottbus. Vor Ort, wie auch im Atelier, hielt er eine Vielzahl von Trägern regionaler Volkstrachten im Bild fest. Dabei dokumentierte er auch das niedersorbische Leben in all seiner Vielfalt.

Neben den Fotografien sind auch ausgewählte Trachtenteile aus der Zeit um 1900, die aus der Textiliensammlung des Kreismuseums stammen, zu sehen. Vom Braut-Kopfputz bis zu farbigen Bändern für Tanztrachten oder aufwendigen Blumenstickereien für Hauben und Tücher finden sich viele Elemente aus den Fotografien in den original erhaltenen Exponaten wieder.

Das Spreewald-Museum am Topfmarkt 22 in Lübbenau hat bis zum 31. Oktober  Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Internet: www.museum-entdecker.de.