Demnach besuchten in dieser Zeit 315 000 Touristen den Spreewald und 43 900 Urlauber das Lausitzer Seenland auf Brandenburger Seite. Im Vergleich zum Vorjahr ist das jeweils ein Plus von mehr als elf Prozent.

Bei den Übernachtungen konnte das brandenburgische Lausitzer Seenland sogar um 16 Prozent auf 131 300 zulegen. Im Spreewald konnten sich die touristischen Anbieter über 807 200 Übernachtungen freuen. Das ist ein Plus von gut elf Prozent.

Die beiden Leiterinnen der Tourismusverbände sind freilich hocherfreut über die Entwicklungen. "Das sind traumhafte Zahlen, trotz des durchwachsenen Sommers", sagte gestern auf Anfrage Seenland-Geschäftsführerin Kathrin Winkler. Sie hoffe, dass sich der positive Trend bis zum Jahresende fortsetzt und am Ende ein Plus von fünf bis sechs Prozent steht.

Ein entscheidender Grund für den Gästezuwachs und die damit verbundene gute Auslastung seien die entzerrten Ferien in diesem Jahr. "Breiter Ferienkorridor" nennt die Tourismusexpertin diesen Zustand. So hatten sich die Ferien in Sachsen und Brandenburg zum Beispiel im Winter überhaupt nicht überschnitten, und im Sommer hatten Schüler aus dem Freistaat und der Mark nur an zwei Wochen gemeinsam frei.

"Absolut zufrieden" äußerte sich auch die Leiterin des Spreewälder Verbandes, Annette Ernst. "Tourismus in Deutschland liegt voll im Trend", freute sich die Chefin. Für den Spreewald seien vor allem die steigenden Gästezahlen auch in den Wintermonaten wichtig.