Von Daniel Preikschat

In der Alten Huttung in Lübbenau belebt es sich merklich, seit Anfang März das neue Spreewelten-Hotel eröffnet hat. Im März und April war der Beherbergungsbetrieb mit Anschluss ans Spreeweltenbad durch einen Bademantelgang zu 80 Prozent ausgelastet, berichtet stolz Geschäftsführer Michael Jakobs. Mehr Gäste als erhofft hat aber auch das ausgebaute und im Dezember wieder eröffnete Spreeweltenbad, so Badleiter Axel Kopsch. Vergleicht man das erste Quartal 2018 mit dem ersten Quartal dieses Jahres, ergibt sich ein Besucher-Plus von 35 Prozent.

So weit so erfreulich für die Spreewelten GmbH, die das Bad im Eigentum der Stadt betreibt und der das Hotel selbst gehört. Der Run auf Bad und Hotel brachte aber auch Probleme mit sich, die es zu meistern galt. Im Gastrobereich, in dem Bad- wie auch Hotelgäste versorgt werden, musste das kommunale Unternehmen kurzfristig deutlich aufstocken. Zumal auch mehr Gäste als erwartet Frühstück und Abendbrot gebucht haben. Mit 20 Restaurantfachleuten und Köchen dort habe man kalkuliert, sagt Axel Kopsch, 35 brauchte man – und habe man so schnell auch finden können. Beschäftigung das ganze Jahr über mit der Möglichkeit, auch im Sommer Urlaub zu nehmen, geregelter Schichtdienst und vergleichsweise gute Bezahlung überzeugten offenbar. Wobei die Spreewelten auch vom Interesse von Bewerbern mit nicht-deutschen Wurzeln profitierten. Etwa 15 Prozent der insgesamt 120 Mitarbeiter in Bad und Hotel stammen aus Polen, Bulgarien, Syrien oder Russland und sind eifrig bei der Sache. Ansonsten kämen die meisten Kollegen aus Lübbenau und Umgebung.

Die positiven Effekte für Kommune und Region möchte Spreewelten-Geschäftsführer Michael Jakobs besonders betont wissen. Touristiker, Gastronomen, Energieversorger, Dienstleister und Steuereinnehmer profitieren. Konnten die Spreewelten bisher eine halbe Million Euro Pacht jährlich an die Stadt Lübbenau zahlen, so sei nun das Ziel, diese Abgabe noch etwas zu erhöhen. Immerhin habe die Stadt 12,6 Millionen Euro ins Bad investiert, auch wenn dabei 5,5 Millionen Euro Fördermittel einflossen. Da dürfe die Pacht gern etwas höher ausfallen.

Andererseits schlugen die acht Monate Schließzeit des Bads für den Ausbau negativ zu Buche, so Jakobs. Man wäre gern zwei Monate früher fertig geworden. Weiter bleibe abzuwarten, wie hoch die Betriebskosten im ausgebauten Spreeweltenbad ausfallen, ergänzt Kopsch. Es sei nun mehr Fläche zu beheizen und mehr Kubikmeter Wasser aufzubereiten. Weiterer Aspekt: das Wetter. Ein langer heißer Sommer wie im Vorjahr schmälert die Einnahmen jedes Badbetreibers. Man müsse abwarten, so Michael Jakobs. Gestartet aber sei man nach den Eröffnungen von Bad und Hotel erstmal gut.