Jürgen Höhn, TKS-Geschäftsführer hatte bei der Sitzung der Stadtverodneten am Donnerstag, gesagt, „ein Aufschrei kam nach Bekanntwerden der geplanten Erhöhung nicht“ . Die RUNDSCHAU wollte von Bibliotheksbesuchern wissen, was sie von der Beitragserhöhung halten.
Lydia Eichelmann (Lübben) leiht sich rund 200 Bücher jährlich aus und sieht sich als Stammgast. „Ich finde die Erhöhung nicht so schlimm, wenn dadurch die Auswahl besser wird. Da besteht noch Ausbaubedarf.“ Ihre Mutter Heike Eichelmann ist seit frühester Kindheit begeisterte Nutzerin der Bibliothek. „Ich finde die Bibliothek prima, wirklich gut. Wenn die Erhöhung zum Erhalt notwendig ist, würde ich das natürlich unterstützen.“
Michael Lehmann (Schuhlen) Reiseveranstalter, kommt immer, wenn er Bedarf an Landkarten und Wörterbüchern hat. „Da bin ich glatt dagegen. Die Politiker ziehen einem schon genug Geld aus den Taschen. Eine plötzliche Erhöhung um mehr als das Doppelte ist doch hier kein vertretbares Maß.“
Marita Konetzka (Lübben) leiht fast ausschließlich nur für ihre Enkeltochter Bücher aus. „Das finde ich nicht in Ordnung. Die Bibliothek regt Kinder an, neues Wissen zu erwerben. Da sind hohe Gebühren oft abschreckend. Man sollte sich eher nach anderen Wegen, wie Spenden, umsehen.“
Anna Flechtner (Lübben) „versorgt“ sich in der Bibliothek mit Romanen, Musik-CDs, Filmen und Fachliteratur für die Schule. „Auch wenn das meine Eltern für mich bezahlen, so ist es doch ein ganz schöner Sprung. Vielleicht könnte ja dann das Internet hier kostenlos zur Recherche genutzt werden.“
Heike Lenz leiht oft Geschichten, Tierbücher, aber auch Filme mit und für die gesamte Familie aus. „Was aber passiert dann mit dem Geld? Ich bin nicht sicher, ob es wirklich dieser Einrichtung zugute kommt. Ich vermisse hier aktuelle Biografien, bin aber wieder froh, jetzt mit neuem Lesestoff nach Hause zu kommen.“
Hedwig Hoffmann (Lübben) ist Rentnerin und seit zwei Jahren Bibliotheksgängerin. „Bei den aktuellen Buchpreisen finde ich die geplanten Gebühren noch okay. Da bleibt es für mich immer noch wirtschaftlicher, meine Literatur wie historische Bücher und Krimis hier zu entleihen. Zu Hause habe ich mittlerweile alles durch und auch einfach keinen Platz für neue Bücher.“
Elke Hennig (Neu Schadow): „Wenn man die Euros mal auf ein ganzes Jahr hochrechnet, ist die Erhöhung doch sicher auszuhalten, auch wenn die Löhne wohl nicht in diesen Maßen steigen.“
Katrin Pehle (Lübben) holt sich meist einmal im Monat Romane aus der Lübbener Stadtbibliothekl. „Die Erhöhung ist schon recht heftig. Für manche ist das sicher schwer zu bewähltigen.“ (jg/dh)
Im ersten Halbjahr 2005 entliehen knapp 1600 verschiedene Besucher rund 43 000 Bücher, Zeitschriften und Filme, informiert Bibliotheksmitarbeiterin Ilse Schulz.