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| 18:00 Uhr

Sport trotz Behinderung
„Der Spaß steht im Vordergrund“

Das Spiel- und Sportfest für Menschen mit Behinderung ist inzwischen zur festen Tradition im Landkreis OSL geworden.
Das Spiel- und Sportfest für Menschen mit Behinderung ist inzwischen zur festen Tradition im Landkreis OSL geworden. FOTO: LR / Stephan Meyer
Groß Beuchow. 450 Teilnehmer beteiligten sich an der 27. Auflage des Spiel- und Sportfestes für Menschen mit Behinderung des Kreissportbundes OSL. Von Stephan Meyer

„Der Spaß steht im Vordergrund“, sagt Holger Mudrick, Geschäftsführer des Kreissportbundes Oberspreewald-Lausitz. Der Verein hatte am Mittwoch erneut zu seinem Spiel- und Sportfest für Menschen mit Behinderung auf den Sportplatz der SG Grün-Weiß 72 Groß Beuchow geladen. 450 Personen folgten der Einladung. So viele wie noch nie, wie Simon Kunde, Jugendsekretärin des Kreissportbundes, mitteilt. „Wir haben mal mit knapp 70 Teilnehmern begonnen“, erinnert sie sich. Nicht alle Sportler kamen zum Sportfest am Mittwoch aus dem Landkreis OSL, auch aus Dahme-Spreewald hatten sich Menschen mit Behinderung angemeldet.

In vier Altersklassen traten die Teilnehmer gegeneinander an. Angefangen bei den Sechsjährigen bis zu den über 18-Jährigen. „In der Altersklasse der über 18-Jährigen sind aber nur wenige dabei“, so Mudrick. An den Disziplinen des Wettkampfs hatte sich auch bei der 27. Auflage wenig geändert. An fünf Stationen konnten sich die Sportler austoben: im Slalomlauf, Kissenzielwurf, Medizinballstoßen, Schlussweitsprung aus dem Stand sowie im 300 Meter-Parklauf. Für Rollstuhlfahrer gab es wieder gesonderte Disziplinen. Darunter Korbballzielwurf, Kegeln mit einer Wii-Spielkonsole und ebenfalls einem Slalomparcours sowie Medizinballstoßen.

Wir sollen nichts verändern, laute die gängige Resonanz der Sportler, erklärt Mudrick. „Die Teilnehmer kommen jedes Jahr gerne wieder.“ Einige der etwas leistungsstärkeren Sportler fühlten sich jedoch etwas unterfordert, weiß Mudrick, so das dieses Jahr der Parklauf als neue Disziplin eingeführt wurde. „Manche wollten halt mehr Bewegung haben“, sagt Mudrick.

Abseits der Sportfestes machen vor allem die Vereine im Landkreis Angebote für Menschen mit Behinderung, erzählt der Geschäftsführer des Kreissportbundes. „Das sind ganz unterschiedliche Sportarten, vor allem aber Bogenschießen und Bowling.“ Es sei nicht immer leicht, solche Angebote mit Leben zu füllen, weiß Mudrick. Manchmal hapere es an der Teilnehmerzahl, um solche Sportkurse entsprechend gestalten zu können.

Für Behinderte, die beim Sport besonderen Ehrgeiz an den Tag legen, hat der Kreissportbund ein zusätzliches Angebot in petto. Im Herbst findet jährlich ein Kreissportfest für Menschen mit Behinderung statt. Dort können sie sich in Leichtathletikdisziplinen messen. „Dort steht dann der Leistungsgedanke mehr im Vordergrund.“

Eine von fünf Stationen war das Medizinballstoßen. Den Wettkampfdisziplinen ist der Kreissportbund über die Jahre treu geblieben.
Eine von fünf Stationen war das Medizinballstoßen. Den Wettkampfdisziplinen ist der Kreissportbund über die Jahre treu geblieben. FOTO: LR / Stephan Meyer
Für die Rollstuhlfahrer gab es gesonderte Disziplinen.
Für die Rollstuhlfahrer gab es gesonderte Disziplinen. FOTO: LR / Stephan Meyer