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| 18:18 Uhr

Spritziger Wettbewerb
Teichfahrer kämpfen um WM-Titel

 Beim Teichfahren in Bischdorf kann man leicht baden gehen. Der Bretterparcours ist ziemlich schmal.
Beim Teichfahren in Bischdorf kann man leicht baden gehen. Der Bretterparcours ist ziemlich schmal. FOTO: Uwe Hegewald
Nach der Party am Samstag ist am Sonntag wieder viel Fahrgefühl gefragt.

Schnelligkeit und viel Fahrgefühl ist wieder gefragt, wenn am kommenden Sonntag ab 14 Uhr in Bischdorf die siebte Teichfahren Weltmeisterschaft (WM) entschieden wird. Dabei hat Lokalmatador Robert Hartmann den Titel zu verteidigen, muss als Vorsitzender des veranstaltenden Jugendclubs zuvor aber erst einmal den Parcours mit aufbauen und das Festivalgelände herrichten. Drei Wochen hat der Club damit zu tun, da die Berufstätigen erst später am Tag Zeit haben oder am Wochenende.

Die meiste Arbeit, so Hartmann, mache der Bau des etwa 50 Meter langen Bretterparcours aus. Dazu müssen zunächst Pfähle in den bis zu 1,80 Meter tiefen Dorfteich eingesetzt und danach der Brettersteg gebaut werden. Es geht auf nur zehn bis 30 Zentimeter Fahrbahnbreite über Wippen, Bögen und Wellenbretter. Die Wettkampfstrecke insgesamt ist 500 Meter lang, führt durchs Dorf und eben über den Teich. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 20 Teilnehmern. Es wird wieder Vorlauf, Halbfinale und Finale geben.

Die Frauen indes treten in Bischdorf in der Zinkwanne gegeneinander an. Zurück müssen sie zu Fuß auf dem Bretterparcours. Bei Frauen wie Männern gibt es im Anschluss Siegerehrung, Medaillen- und Pokalübergabe.

Der Besuch lohnt sich in Bischdorf am Sonntag aber schon ab 11 Uhr. Im Angebot sind Blasmusik, Kaffee, Kuchen und Eis sowie zwei Show-Acts.

Bereits am Samstag ist in Bischdorf Party. Ab 20 Uhr kann auf zwei Floors zu elektronischer Musik vom DJ oder zur Livemusik der Rockpiraten getanzt werden.

Das Teichfahren wird in dem Lübbenauer Ortsteil nun schon seit 67 Jahren ausgetragen. Als ein australischer Tourist spontan an dem Wettbewerb teilnahm, ließ der Jugendclub die Lübbenauer Stadtverwaltung prüfen, ob die Bischdorfer ihre Veranstaltung Weltmeisterschaft nennen dürfen.