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| 13:50 Uhr

Tag des offenen Ateliers
Kein Atelier? Kein Problem!

Frank Otto Albrecht schneidet die Fotos für seine Ausstellung am Tag des offenen Ateliers im Gleis 3 zu. Vier Künstler stellen ihre Werke aus.
Frank Otto Albrecht schneidet die Fotos für seine Ausstellung am Tag des offenen Ateliers im Gleis 3 zu. Vier Künstler stellen ihre Werke aus.
Lübbenau. Tag des offenen Ateliers: Gleis 3 stellt Künstlern Räume zur Verfügung. Von Stephan Meyer

Ein eingefrorener Barsch, ein versunkenes Boot, Detailaufnahmen von einem Schrottplatz. „Ich habe schon ein Faible fürs Marode“, gibt Kameramann und Fotograf Frank Otto Albrecht angesichts der Motive seiner Bilder zu. Der 50-Jährige stellt, zusammen mit drei weiteren Künstlern, zum Tag des offenen Ateliers am Wochenende im Kulturzentrum Gleis 3 aus.

Die künstlerischen Fotos seien jedoch nur sein Hobby, erklärt er. „Wenn mich ein Motiv anspringt halt ich meine Kamera drauf.“ Schon am Donnerstag bereitete der Burglehner seinen Teil der Ausstellung vor, schnitt Fotos zurecht und rahmte sie. Die Motive stammen aus den vergangenen sechs Jahren. „Ich habe eine Woche für die Vorauswahl gebraucht“, so Albrecht. Während der Vorbereitungen sortiert er weiter. Von seinen 50 Bildern werden Wochenende knapp 30 hängen.

Eine Ausstellung seiner Werke war schon lange geplant gewesen, sagt Gleis 3-Koordinatorin Queenie Nopper. Bisher habe man sich aber nie auf einen Termin einigen können. Zum Tag des offenen Ateliers am 5. und 6. Mai hat es nun geklappt. Obwohl das Gleis 3 zum zweiten Mal dabei ist, findet die Veranstaltung dieses Jahr erstmals unter der Regie von Queenie Nopper und ihrem Kollegen Michael Hensel statt. „Die Hobbykünstlerin Gudrun Hennig kam 2017 auf uns zu, weil sie sich an dem Tag beteiligen wollte und Räume gesucht hat“, erinnert sich Queenie Nopper. Sie stellte damals zusammen mit Hildegard Lubig aus. „Die Veranstaltung lief gut“, so die Koordinatorin, die darin großes Potential gesehen hat. „Wir wollen ein Ort für die Künstler sein, die sich an dem Tag nicht beteiligen können, weil ihre Ateliers für Besucher zu weit abgelegen sind oder weil sie keine eigenen Räume haben“, erklärt sie. Auch von der technischen Ausstattung des Kulturzentrums können die Künstler profitieren. Darüber hinaus berät Michael Hensel als Kurator die Hobbykünstler. Er guckt über die Ausstellung drüber und gibt Tipps.

Neben den Fotos von Frank Otto Albrecht, den abstrakten Bildern (Acryl) von Gudrun Hennig und den Urlaubseindrücken (Acryl) von Hildegard Lubig können die Besucher auf der circa 80 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche auch die Aquarelle von Antje Koßmagk bestaunen. „Sie malt was ihr vor die Nase gerät“, beschreibt Queenie Nopper die Motive der Aquarell-Künstlerin. Einige der ausgestellten Werke können käuflich erworben werden. Außerdem präsentieren Gabriele Seewald und Marianne Noack kunstvoll gestaltete sorbische Ostereier. Die Atelierräume sind von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung von Frank Otto Albrecht ist noch bis zum Bahnhofsviertelfest am 9. Juni zu sehen.