Von Uwe Hegewald

Mit einem siebenteiligen Programm haben die Knirpse der Kita „Calauer Spielträume“ Interessierte unterhalten, die am Samstag im Rahmen des bundesweiten „Tag der Städtebauförderung 2019“ dem jüngsten Calauer Referenzobjekt einen Besuch abgestattet haben.

Im neuen Bewegungsraum fanden die Mädchen und Jungen ausreichend Platz, um unter anderem den Biene-Maja-Tanz oder das Mutmacher-Lied aufzuführen. In der Stadt war es mehr der Mut der Verzweiflung, irgendetwas in die Wege zu leiten, um dem gestiegenen Kitaplatz- Bedarf zu begegnen. „Wir waren selbst etwas von der Nachfrage überrascht“, so Bürgermeister Werner Suchner (parteilos). Letztendlich sprach sich die Stadtverordnetenversammlung für den Ausbau einer Bestandsimmobilie aus.

Das ehemalige Verwaltungsgebäude (Bauamt) wurde zu einer Kindertagesstätte für bis zu 43 Kinder und zu einem Hort umgewandelt, der für bis zu 60 Kinder ausgelegt ist. Die ersten 18 Knirpse haben am 1. November 2018 die neuen Räume der Kita „Calauer Spielträume“ bezogen, die Hortkinder sollen bis zu den Sommerferien folgen. In die Umsetzung des Vorhabens flossen Bundes- und Landesmittel aus dem Programm „Stadtumbau Ost“, Teilprogramm „Aufwertung“ und Teilprogramm „Soziale Infrastruktur“ sowie kommunale Eigenanteile. „Viel Geld“, gestand Werner Suchner, der die Gesamtinvestitionen auf 2,4 Millionen Euro beziffert.

Wofür genau die Mittel benötigt wurden, konnte der Bürgermeister Interessierten darlegen, sowie die vom städtischen Bauamt anwesenden Birgit Schenker und Mario Luther. Bei der Gestaltung der Außenanlagen biegen die Baufirmen schon bald auf die Zielgerade ein. 326 000 Euro sind dafür veranschlagt, die bereits im Gesamtbudget des Projektes in der Straße der Jugend 24 enthalten sind. Wie das Stadtoberhaupt informiert, reihe sich dieses nahtlos in vorangegangene Projekte der Städtebauförderung ein.

„Seit 1991 sind 8,9 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel in unsere Stadt geflossen. Der kommunale Eigenanteil beträgt rund 15,4 Millionen Euro“, informiert Werner Suchner. Als Beispiele führte er den Marktplatz, die Cottbuser Straße, den Kreisverkehr oder die Schulstandorte an, aber auch den Rückbau von 196 leerstehenden Wohneinheiten durch die WBC, Wohn- und Baugesellschaft Calau mbH.

Und die unterhaltenden Knirpse der neuen Kindertagesstätte, unter deren Dach sich auch die Stadtbibliothek befindet? Die haben für ihre Tanz- und Gesangsdarbietungen zuerst eine Süßigkeiten-Gage bekommen und im Anschluss von Birgit Schenker eine Überraschungsbox, randvoll gefüllt mit Spielwaren für den Buddelkasten und den Außenbereich. Die stellvertretende Bauamtsleiterin kündigte noch eine weitere Umsetzung an. So soll an der Außenfassade noch der Schriftzug „Calauer Spielträume“ und das Zitat „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ aufgetragen werden, um klarzustellen: Nur wo Calauer Spielträume draufsteht, können diese auch ausgelebt werden.