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| 15:47 Uhr

Grundwasser-Abwehr
Südgraben in Altdöbern leitet Wasser in Gräbendorfer See

Altdöbern. (bt) Der Südgraben Altdöbern ist in dieser Woche offiziell in Betrieb genommen worden. Im Beisein von Vertretern von Bund und des Landes Brandenburg, hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH den Südgraben seiner Bestimmung übergeben.

(bt) Der Südgraben Altdöbern ist in dieser Woche offiziell in Betrieb genommen worden. Im Beisein von Vertretern von Bund und des Landes Brandenburg, hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH den Südgraben seiner Bestimmung übergeben.

„Der Südgraben ist der wichtigste Bauabschnitt des errichteten flächenhaften Drainagesystems, der Altdöbern und die potenziell betroffenen Bauwerke dauerhaften Schutz vor wieder aufsteigendem Grundwasser bieten wird. Vor dem Bau wurden 448 betroffene Bauwerke identifiziert“, erläutert LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber.

Mit der Flächenlösung würden nun über 90 Prozent der betroffenen Bauwerke vor ansteigendem Grundwasser geschützt sein. so Uwe Steinhuber. Das sind über 430 Bauwerke und Wohngebäude, die von der Lösung profitieren. Sechs weitere Eigentümer erhielten bereits in den vergangenen Jahren Einzelhauslösungen. „Die noch ausstehenden Gebäude werden, falls nötig, und je nach Wirkleistung des Südgrabens zu einem späteren Zeitpunkt geeigneten Sicherungsmaßnahmen unterzogen“, so der Sprecher weiter. Das zuströmende Grundwasser aus dem Südgraben wird gefasst und oberflächlich über das von der LMBV errichtete Vorflutsystem in Richtung Neues Vetschauer Mühlenfließ und Gräbendorfer See abgeleitet.

Der Südgraben wurde in den Jahren 2016 bis 2017 errichtet. Er ist 1285 Meter lang, 20 bis 50 Meter breit und zwischen drei und bis zu zwölf Meter tief. Rund 188 000 Kubikmeter Boden wurden dafür ausgehoben, 2100 Kubikmeter Kies eingebaut und 40 000 Quadratmeter Erosionsschutzmatten verlegt. Beauftragt mit der Planung und Bauüberwachung war die G.U.B. Ingenieur AG; bauausführend war die SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH. Zudem wurde aufgrund zahlreicher naturschutzfachlicher Belange das Bauvorhaben von der IPROconsult GmbH ökologisch begleitet.

Nach sechs Jahrzehnten Braunkohleförderung im Tagebau Greifenhain (1936 bis 1994) hat 1998 die Flutung des Altdöberner Sees begonnen. Schrittweise steigt das Grundwasser in der Umgebung wieder an. Das Grundwasser erreicht Altdöbern vor allem aus Richtung des Niederlausitzer Grenzwalls.