ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:12 Uhr

Sanierung
Südgraben Altdöbern wird eingeweiht

Altdöbern. Bergbausanierer schützt flächenhaft vor wieder ansteigendem Grundwasser. Von Rüdiger Hofmann

Am kommenden Mittwoch, den 11. April, wird der von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbh (LMBV) errichtete Südgraben Altdöbern offiziell in Betrieb genommen. Das teilt Stefanie Klein, Vize-Pressesprecherin des Unternehmens, mit. „Der neu entstandene Südgraben wird Altdöbern flächenhaft vor wieder ansteigendem Grundwasser schützen“, sagt Klein.

Die feierliche Einweihung beginnt um 10.30 Uhr am Südgraben. Als symbolischer Akt soll eine Informationstafel enthüllt werden. Mit dabei sein wird auch der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze (parteilos).

Nach sechs Jahrzehnten Braunkohleförderung im Tagebau Greifenhain (1936-1994) und der anschließenden Flutung zum Altdöberner See (seit 1998) steigt das Grundwasser in der Umgebung schrittweise wieder an. Das Grundwasser erreicht Altdöbern aus dem Niederlausitzer Grenzwall im Süden des Ortes. Prognosen zeigten, dass 448 Bauwerke und Wohngebäude vom Grundwasserwiederanstieg betroffen sind.

Zum Schutz der bestehenden Bausubstanz vor wieder ansteigendem Grundwasser errichtete die LMBV in den Jahren 2016 bis 2017 einen mehr als drei Kilometer langen Drainagegraben entlang des Ortes. Das zuströmende Grundwasser wird gefasst und oberflächlich über das Chransdorfer Fließ in Richtung Salzteich und anschließend in das Neue Vetschauer Mühlenfließ abgeleitet. In drei Bauabschnitten wurde die Verbindung zwischen Michlenzteich und Salzteich ertüchtigt, ein neuer bis zu zehn Meter tiefer Graben (der 1285 Meter lange Neue Südgraben) hergestellt und das rund 1300 Meter lange Chransdorfer Fließ vom Michlenzteich bis zur neu errichteten Wasserfläche ausgebaut.

„Mehr als 90 Prozent der gefährdeten Gebäude profitieren nun von der grundwasserabsenkenden Wirkung des Südgrabens“, heißt es seitens der LMBV. Die Maßnahme wurde hälftig vom Land Brandenburg und dem Bund über das Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung finanziert.