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Suche nach grüner Kreiselmitte

Der Innenkreis des entstehenden Kreisverkehrs in Calau ist fertiggestellt. Abgeordnete diskutieren gerade die Gestaltung der Mitte.
Der Innenkreis des entstehenden Kreisverkehrs in Calau ist fertiggestellt. Abgeordnete diskutieren gerade die Gestaltung der Mitte. FOTO: M. Nerenz/mnn1
Calau/Vetschau. Es scheint nicht die leichteste Aufgabe zu sein, die effektivste Variante zur Gestaltung der Kreisverkehr-Mitte in Calau zu finden. Immerhin fahren Motorisierte auf fünf Straßen auf den künftigen Kreisel zu. Hannelore Kuschy

Deshalb soll er ansprechend aussehen und wenn möglich, irgendwie mit Calau in Verbindung stehen. Wenn da nicht ein Haken wäre. Der Landesbetrieb Straßenwesen weist nämlich darauf hin, dass die Fläche so zu gestalten ist, dass ein Teil davon bei Bedarf überfahren werden kann. Denn bei einer der Anbindungen an den Kreisel handelt es sich um eine auch von schweren Lastern vielbefahrenen Bundesstraße. Deshalb könne, so Bürgermeister Werner Suchner (parteilos), dort nicht wie am Luckauer Tor ein Bauwerk in die Mitte gesetzt werden.

Calaus Gästeführerin Waltraud Fellenberg bedauert, dass keine Bürger nach ihren Ideen zur Gestaltung des Kreisels gefragt wurden. Sie nämlich habe welche, fühle sich nun aber ausgeschlossen und die Vorschläge durch das beauftragte Planungsbüro Subatzus & Bringmann aus Großräschen "langweilig". Das aber könne, so Diplom-Gartenbaupädagogin Astrid Subatzus, auf 20 Jahre in der Landschaftsplanung verweisen, habe auch Taubners Gässchen mit dem Lachplatz gestaltet.

Für Calau also ist die effektivste von insgesamt drei Varianten entscheidend. Das seien, so die Expertin, die Gehölzbepflanzung, eine geschlossene Staudenbepflanzung auf Kiesel und als drittes eine Kiesbepflanzung. Zu gestalten sei eine Fläche von 433 Quadratmetern mit einem Durchmesser von 23,5 Metern. Bei letzterer Variante gäbe es keine geschlossene Pflanzdecke. 19 verschiedene Pflanzenarten in Rot und Weiß seien dafür denkbar. In der Winterzeit allerdings würde man lediglich die Gräser auf dem Kiesbett sehen. Die zweite Variante sehe 15 Arten in einer geschlossenen Decke von Gelb bis Rot vor.

Der bisherige Favorit sowohl des Planungsbüros als auch der Stadtverwaltung sei die mit 56,50 Euro pro Quadratmeter preiswerteste Rosenstauden-Bepflanzung. Im Bedarfsfalle müssten aber auch die Rosen abgedeckt und von Lastern überfahren werden können.

Bei der Bewertung aller Varianten müsse Astrid Subatzus zufolge beachtet werden, dass es wegen der historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ringsherum einen Umgebungsschutz gäbe. Das bedeute beispielsweise, dass kein zu diesen Gebäuden konkurrierendes Objekt in die Kreismitte gesetzt werden dürfe. Die Mitglieder des Bauausschusses konnten sich noch nicht abschließend einigen. Sie wollen in der nächsten Sitzung entscheiden.

Auch Vetschau steht vor einer Entscheidung zur Gestaltung von Kreisverkehren. Dazu waren bis Ende August Modelle des Lübbenauer Künstlers Lusici im Schloss ausgestellt. Die Bewertung der Kunstwerke durch die Vetschauer wird Fachbereichsleiter Sven Blümel dem Tourismusausschuss am 16. Oktober vorstellen.