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| 17:59 Uhr

Sturmtief „Friederike“
Sturmausläufer fegt über den Spreewald

Umgestürzte Bäume wie hier in Ragow und abgeknickte Äste hat das Sturmtief „Friederike“ im Spreewald hinterlassen.
Umgestürzte Bäume wie hier in Ragow und abgeknickte Äste hat das Sturmtief „Friederike“ im Spreewald hinterlassen. FOTO: Jenny Theiler / LR
Lübbenau/Luckau/Lübben. Tausende Anwohner waren ohne Strom. Dahme-Spreewald blieb relativ verschont.

Nach dem Sturmtief „Friederike“ ist im Spreewald aufräumen angesagt. Zahlreiche Bäume wurden durch die orkanartigen Böen aus dem Erdreich gerissen. Auch herabfallende Äste und zerissene Telefonleitungen blockierten einige Straßen. Größere Schäden an Gebäuden habe es allerdings nicht gegeben. Auf der A 13 in der nähe von Ortrand wurde ein Lkw-Fahrer tödlich verletzt. Weitere Personen wurden durch den Sturm in der Region nicht verletzt.

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz kam es zu 150 sturm- und wetterbedingten Einsätzen. In Ragow ist unter anderem in der Nähe des Umspannwerkes eine Tanne umgestürzt. Die Krone des Nadelbaums versperrte die Fahrbahn der Landstraße zwischen Ragow und Krimnitz. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben die Straße noch am Abend wieder freigeräumt. In Klein Beuchow wurde ebenfalls ein Baum entwurzelt.

Laut Brandmeister Hartmut Wassermann haben die Kameraden der Feuerwehr am Donnerstag eine separate Unterleitstelle in Lübbenau eingerichtet, um die Kollegen der leitstelle Lausitz in Cottbus zu entlasten. „Das hat hervorragend geklappt“, so Brandmeister Wassermann. Gegen 16.15 Uhr wurden die Feurwehrmänner zum ersten Einsatz nach Lübbenau gerufen. Die stärkste Sturmzeit bewegte sich demnach zwischen 16 und 20 Uhr.

Herabgestürzte Äste und umgefallene Bäume haben in der Region auch zu zahlreichen Stromausfällen geführt. Vor allem der Landkreis Oberspreewald-Lausitz war davon betroffen, wie Evelyn Zaruba von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom auf RUNDSCHAU-Nachfrage erklärt. Bis zu 7000 Kunden mussten seit Donnerstagmittag auf Strom verzichten. Die Reparaturarbeiten dauerten noch bis in den gestrigen Nachmittag hinein an.  Noch rund 900 Kunden waren am Freitag ohne Strom. Der Landkreis Dahme-Spree hingegen blieb von Stromausfällen weitestgehend verschont. Wereinzelt habe es zu kurzen Unterbrechungen der Stromversorgung geführt.

Insgesamt ist der Landkreis Dahme-Spreewald durch Sturmtief „Friederike“ nur wenig beschädigt worden. Zu 22 sturmbedingten Einsätzen mussten die Wehren des Landkreises seit Donnerstagnachmittag ausrücken. Personenschäden gab es keine, sagt Kreissprecherin Heidrun Schaaf. Gegen 16 Uhr mussten die ersten Kameraden ausrücken. „Es war bei uns aber bedeutend ruhiger, als bei den vergangenen Stürmen“, erklärt Frank Radke, Amtsbrandmeister im Unterspreewald. Nur vier Mal wurden die Wehren des Amtsgebietes gerufen. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Luckauer Region. „Es gab keinen großen Schaden“, resümiert Stadtbrandmeister Gerd Walter. Vereinzelt seien Bäume umgestürzt oder haben herabgefallen Äste Straßen kurzzeitig blockiert. Zu 14 Einsätzen wurden die Wehren des Amtes Dahme gerufen. Die Bereitschaft in den Wehren konnte gegen 21 Uhr beendet werden.

(abh/the)