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| 14:38 Uhr

Weihnachtsland auf dem Gutshof
Stiehlt Missen den Großen die Show?

Zum zweiten Mal in diesem Jahr öffneten sich in diesem Jahr die Pforten zum Missener Weihnachtsland. Markant ist die Ausrichtung der Adventsveranstaltung, die auf alle Generationen zugeschnitten und ausgerichtet ist. Auch Kutschfahrten mit dem Rentier-Express aus Repten waren möglich.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr öffneten sich in diesem Jahr die Pforten zum Missener Weihnachtsland. Markant ist die Ausrichtung der Adventsveranstaltung, die auf alle Generationen zugeschnitten und ausgerichtet ist. Auch Kutschfahrten mit dem Rentier-Express aus Repten waren möglich. FOTO: Uwe Hegewald
Missen. Weihnachtsmarkt im Vetschauer Ortsteil von Veranstalter Annett und Jörg Panzner wird zusehends beliebter. Von Uwe Hegewald

Wenn es ein Ranking um die originellsten regionalen Weihnachtsmärkte gäbe, dann besitzt der Missener Weihnachtsmarkt Chancen, ganz vorn zu landen. Bereits ein Jahr nach der Weihnachtsmarktpremiere müssen sich die Gestalter um das Ehepaar Annett und Jörg Panzner nicht hinter den vermeintlich Großen verstecken. „Es ist schon erstaunlich, was hier alles geboten wird. Durch das Verlegen der Angebote ins Innere von Gebäuden sind die Veranstalter witterungsunabhängig. Das ist schon mal ein großer Vorteil“, resümieren Karin und Horst Bernstein. „Auch, wenn das sicher einen enormen Kraftaufwand bedeutet“, so das aus Altdöbern angereiste Paar.

„Mit den ersten Vorbereitungen beginnen wir im September. Da wissen wir aber schon, wo wir die einzelnen Akzente setzen wollen“, beschreibt Annett Panzner die Grundausrichtung. Bastelstrecke, Weihnachtsmann-Poststelle, Kaffeestube kommen in die Scheune, Hobby/Händlerstände und Strohhüpfburg in die frühere Werkstatthalle, während draußen Ponykutschen Gratisrunden drehen oder Besucher einem Motorkettensägekünstler zuschauen, sich nach einem Weihnachtsbaum umschauen oder das offene Lagefeuer anschauen. Margitta Müller ist mit einem Patchwork-Stand vertreten. Dahinter verbirgt sich die Kunst, aus Tüchern – darunter häufig auch Stoffreste – Kissen, Wandteppiche, Topflappen oder Taschen zu nähen. „Zu einem der ersten Aktionen im Urlaub zählt immer der Besuch eines Textilwarenladens. Irgendein Mitbringsel findet sich dort immer“, erzählt die Handarbeitsexpertin aus Sonnewalde (Elbe-Elster). Von dem Missener Weihnachtsland habe die Hobbynäherin von Bekannten erfahren, die den Markt bereits bei der Premiere im vorigen Jahr besucht haben. „Ein gemütlicher, familiärer Weihnachtsmarkt. Mir gefällt es hier sehr gut. Wenn gewünscht, bin ich im kommenden Jahr wieder mit dabei“, kündigt sie an.

Diese Option lässt sich auch Uwe Aulich offen, der einen Teil seines Lübbener Künstlerateliers in die geschützte Halle des Vetschauer Ortsteiles verlagert hat. „Der Verkauf spielt hier eine untergeordnete Rolle. Mir geht es darum, mich Interessierten vorzustellen und meine Arbeit“, sagt er. Landschaften, Porträts oder Objekte, die er auf Wunsch nach Vorlagen von Kunden abzeichnet, zählen ebenso zu seinem Repertoire, wie Karikaturen. „Im Eigenverlag habe ich bisher drei kleine Bücher herausgebracht“, so der passionierte Maler, dem eigentlich alle Techniken liegen: Bleistift, Kohle, Tusche und Feder, Öl, Acryl oder Aquarell. „Ich bin Arbeitskollege von Annett Panzner. Sie weiß von meinem Hobby, hat zwecks Mitwirken bei mir nachgefragt und nun bin ich hier“, so Aulich. „Bei so kleinen Märkten ist man auf die Unterstützung von Freunden und Familienangehörigen angewiesen“, betont Annett Panzner. Dass ihre Eltern Rosi und Wolfgang Klein konsequent und zuverlässig mitarbeiten, vergleicht sie mit einem „Geschenk des Himmels“. Auch der Nachwuchs mit den Töchtern Josefin und Christin sowie Schwiegersohn Fabian bringen sich ein. Vor sechs Monaten erblickte Enkeltöchterchen Lina das Licht der Welt, die ihren ersten Missener Weihnachtsmarkt miterlebt. „An den Terminen zweites und drittes Adventswochenende werden wir auch zukünftig festhalten“, kündigt Annett Panzner an. Daran dürfte auch festgehalten werden, wenn Tochter Christin in ein paar Jahren den Hof übernimmt. Mit 95-prozentiger Sicherheit stehe die familiäre Übernahme fest, verbunden mit neuen Ideen, die die junge Generation dann verwirklichen will, so die Panzners.