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| 02:46 Uhr

Standesgemäßer Erfolg in schwachem Derby

Lübben. Das Verbandsligaderby zwischen der Reserve des HC Spreewald und dem HV Calau hat teilweise sehr enttäuscht. Den Gästen, die am Tabellenende stehen und für die der Abstieg nicht mehr abzuwenden ist, haben das gezeigt, wozu sie derzeit in der Lage sind. bdg1

Dass sich aber die Gastgeber diesem schwachen Niveau anpassen müssen, ist aus Sicht der Fans unverständlich.

Lücken in der Abwehr

Ohne jegliche Körpersprache und Aggression, in der Abwehr mit vielen Lücken speziell auch auf der Außenposition rechts, wo Martin Sündermann mehrfach unbedrängt verwandeln konnte, gab man den Gästen immer wieder Möglichkeiten das Spiel lange offen zu halten. Langsames Rückzugsverhalten, langsamer Spielaufbau des HCS, alles das kam den Gästen entgegen.

Dazu kam von einigen Spielern eine katastrophale Wurfeffektivität. Die Gäste hatten mit Michael Otto im Tor einen starken Rückhalt. Der Antreiber und Torgarant des HV Calau, Christopher Faatz, wurde in Manndeckung genommen und kam trotzdem noch zu sieben Treffern. Dem schwachen Niveau auf dem Feld passten sich die Unparteiischen problemlos an und tendierten mehr in Richtung Kreisliga, als in Richtung Landesebene.

HC verfällt in alten Trott

Die Gäste gingen mit 0:1 und 1:2 in Führung. Danach ging es über die Zwischenstände 3:3, 4:4, 5:5 und 6:6 (16.) weiter. Erstmals konnten sich die Gastgeber durch Tore von Erik Dressel, Ingolf Burisch, Robert Schwengber und Matthias Dümke auf 10:6 (20.) absetzen. Dann verfiel der HC Spreewald wieder in seinen alten Trott zurück und die Gäste glichen durch Martin Sündermann, Björn Marcinkowski, Danilo Schramm und Christopher Faatz zum 10:10 (24.) aus. Bis zur Pause erspielten sich die Gastgeber eine 14:12-Führung.

Überzahl wird genutzt

Nach der Pause gingen die Gastgeber beim 16:13 mit drei Toren und danach beim 20:16 (41.), 22:18 (43.), und 23:19 mit vier Toren in Führung. Martin Sündermann (2) und Christopher Faatz stellten beim 23:22 (48.) abermals den Anschluss her. In den letzten 12 Minuten nutzten die Gastgeber ihre Überzahlsituationen aus und erhöhten durch Ingolf Burisch (2) und Robert Schwengber (2) auf 27:22 (54.). Ingolf Burisch (2), und Sebastian Siebecke sowie auf Calauer Seite Christopher Faatz mit zwei weiteren Treffern stellten das Endergebnis her. Das Team des HC Spreewald II muss schnell wieder an alte Tugenden anknüpfen, wenn man zum Saisonende den Vizemeistertitel nicht noch verspielen will.

HC Spreewald II: Nils Bullwinkel (TW), Nils Barsch (TW), Ken Karstädt (TW), Manuel Schwanke, Robert Schwengber (5), Jörn Grötschel (1), Mathias Dümke (1), Sebastian Siebecke (7), Mirko Wolschke (1), Yannick Zwieb (3), Jan Albrecht (1), Ingolf Burisch (7/1), Erik Dressel (4).

HV Calau: Michael Otto (TW), Florian Gittig (TW), Mathias Glasewald, Robin Lott (5), Björn Marcinkowski (1), Thomas Wendt (3), Martin Sündermann (5), Christopher Faatz (7), Danilo Schramm (3), Stefan Radtke.