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| 02:32 Uhr

Städte reagieren gelassen auf Zensus

Eins, zwei, drei, vier … viele Menschen auf dem Markt in Lübbenau. Der Zensus legt jetzt die offiziellen Einwohnerzahlen von Bund, Ländern und Kommunen fest.
Eins, zwei, drei, vier … viele Menschen auf dem Markt in Lübbenau. Der Zensus legt jetzt die offiziellen Einwohnerzahlen von Bund, Ländern und Kommunen fest. FOTO: jg
Lübbenau. Etwa 270 Einwohner weniger in Lübbenau, 30 weniger in Calau, in Altdöbern sind alle noch da. Vetschau dagegen gewinnt 21 Einwohner dazu. hk/jag/jg

Die Zahlen des Zensus 2011 sind von den Bürgermeistern und Kämmerern in der Region dennoch gelassen aufgenommen worden.

Im Land könnte trotz des Einwohnerverlustes sogar ein höherer Zuschuss pro Einwohner entstehen - wenn die gleiche Menge Geld auf weniger Menschen verteilt wird. Insofern geht Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) davon aus, dass der Stadt bei den Schlüsselzuweisungen, die das Land an die Kommunen zahlt, keine "erheblichen Veränderungen" bevorstehen. Abzuwarten bleibe jedoch, wie die Finanzverhältnisse zwischen dem Bund und den Ländern geregelt werden. Lübbenau hatte laut kommunalem Haushalt per 30. Juni 2011 insgesamt 16 760 Einwohner. Der Zensus hat mit Stand 9. Mai 2011 nun nur noch 16 489 Lübbenauer errechnet. Zudem hätten weniger Zuschüsse vom Land gleichzeitig Auswirkungen auf die Summe dessen, was Lübbenau als Kreisumlage zu zahlen hat, sagt Kämmerin Ute Radnitz.

In Vetschau "passt das einigermaßen mit 21 Einwohnern mehr. Denn die Einwohnerzahl von Vetschau lag laut unserer Statistik zum Ende 2011 bei 8736. Am Zensus-Zähltag 9. Mai könnten es gut und gern etwas mehr gewesen sein", mutmaßt Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos). Vetschau sei kein Grundzentrum mehr - das Stadtoberhaupt sehe durch die gezählten 8757 Einwohner nur geringe Auswirkungen auf die Höhe der künftigen Landeszuweisungen, wenn überhaupt. Deshalb sei die Veröffentlichung für Vetschau kein Grund zu ernsthaften Überlegungen.

Ähnlich äußert sich Calaus Hauptamtsleiter Frank Böttner. Die Stadt hatte 2011 zwar mit 30 Einwohnern mehr gerechnet, als jetzt (8378) veröffentlicht sind. Das habe aber keine Auswirkungen. Aktuell wohnen noch 8144 Menschen in der Stadt.

In Altdöbern haben die Zahlen dagegen "im Wesentlichen" dem entsprochen, die das Amt zur Verfügung hatte, teilt Amtsdirektor Detlef Höhl (SPD) mit. Das waren 2011 6235 Einwohner. Heute wohnen noch 5992 Menschen in den fünf Gemeinden.