Gut 310 000 Übernachtungen sind in Lübbenau von Januar bis November 2019 registriert worden. Wie kürzlich in der Stadtmarketing AG außerdem mitgeteilt wurde, entspricht das einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent. Dennoch war man sich in der Runde, die erneut Felix Herle von der Hochschule Bremen moderiert hat, einig: Die Spreewaldstadt muss sich permanent weiter verbessern und dazu auch das 2015 erstellte Tourismuskonzept fortschreiben.

Wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt, lobte Herle das nunmehr ansprechendere Familienangebot. Aus Sicht des Tourismus-Fachmanns verdanke sich das vor allem dem neuen Spielplatz „Spreewaldreich“ und der Erweiterung des Spreeweltenbads.

Kommunikation zwischen Gastgebern und Gästen

Noch nicht optimal sei jedoch die Kommunikation zwischen Gastgebern und Gästen, hieß es in der Diskussion. So sollten Besucher auch Empfehlungen bekommen, wann und wo sie den ruhigen Spreewald erleben können.

Michael Jakobs und Steven Schwerdtner von den Spreewelten wünschen sich zudem eine bessere Beteiligung Lübbenauer Einwohner beim Stadtmarketing. Jeder Lübbenauer sei Botschafter für den Tourismusstandort und könne mit Gastfreundlichkeit zu einem schönen Urlaubserlebnis beitragen.

Ziel: Lust auf Tourismus machen

„Wir müssen Lust auf Tourismus machen“, formulierte Steven Schwerdtner den Anspruch. Immerhin genießen auch die Lübbenauer Vorteile durch den gut entwickelten Tourismus mit vielen kulturellen Angeboten, Freizeitoptionen und mannigfaltigen Geschäften, so die Bad- und Hotelbetreiber in der Alten Huttung.

Klar sei auch, dass viele Unternehmen nur von den Einwohnern allein nicht leben könnten. Felix Herle kündigte für die nächste Stadtmarketing-Runde an, die Ansätze weiter zu entwickeln. Mit dem Ziel, die Tourismuskonzeption von 2015 fortzuschreiben.

Studenten Herles werden zudem auch in diesem Jahr wieder Interviews in der Spreewaldstadt führen. Dabei wird es diesmal um den Arbeitskräfteengpass gehen, vor allem im Bereich der Hotellerie und Gastronomie.