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| 16:01 Uhr

Die Schusterstadt lädt ein
Ein Fest für die Bürger

 Blick vom Kirchturm herunter auf das Stadtfesttreiben im vergangenen Jahr.
Blick vom Kirchturm herunter auf das Stadtfesttreiben im vergangenen Jahr. FOTO: Stadt Calau / Matthias Nerenz
Calau. Beim Stadtfest in Calau sorgen wieder viele Akteure aus der Region für Lokalkolorit und eine Angebotsvielfalt, die sich sehen lassen kann. Es wird nicht nur gefeiert, sondern auch informiert. Von Daniel Preikschat

Kabarettisten haben am Donnerstagabend in der Stadthalle den Anfang gemacht. Eine Schlagersängerin setzt am Sonntag auf der Marktplatzbühne den Schlusspunkt. Dazwischen gibt es nicht nur auf den beiden Festbühnen viel regionaltypisches Programm in Calau. Für Besucher des Stadtfestes lohnen an diesem Wochenende auch Abstecher auf den Kirchturm, in das Haus der Heimatgeschichte, zum Calauer Info-Punkt der Wohn- und Baugesellschaft Calau (WBC) und in die Kreismusikschule, die Samstagnachmittag Am Gericht 13 geöffnet hat.

„Es wird wieder ein richtiges Fest für die Bürger“, ist Rathaus-Mitarbeiterin Simone Pöschke überzeugt, die mit Gastronom Torsten Teichert vom Hotel zur Post in Calau die Organisation übernommen hat. Gemeint ist damit, dass man vor allem den Geschmack der Calauer selbst treffen will. Beispielsweise ist für die in den vergangenen Jahren sehr beliebte Senioren-Kaffeetafel am Freitagnachmittag reichlich Zeit im Festzelt eingeplant. Ebenfalls sehr gut angenommen wurde zuletzt die Countrymusik mit DJ Goldi, dem daher auch am kommenden Sonntag wieder die Bühne gehört – von 11 Uhr bis 15 Uhr. So viel Bühnenzeit bekommt sonst nur noch der Stargast am Sonntagabend, Schlagersängerin Marina Marx.

Viele lokale Akteure beim Calauer Stadtfest

Seinen besonderen Charakter, so die Sachgebietsleiterin, bekomme das Stadtfest aber auch durch die Teilnahme vieler lokaler Akteure, die sich einbringen. Der Heimatverein eröffnet am heutigen Freitag im Haus der Heimatgeschichte Am Gericht 14, nur einen Katzensprung entfernt von der Stadtfestmeile, die Ausstellung „Geschichten rund um den Lindengarten“. Mehr als 100 Fotos und Dokumente werden gezeigt. Die Ausstellungsmacher blicken zurück auf die Geschichte des Hauses der Gewerkschaften, der Pioniereisenbahn, des Schützenvereins, des Jahnsportplatzes und des Lindengartens, so Matthias Nerenz. Der Ortschronist und Heimatverein-Geschäftsführer freut sich außerdem, zum Stadtfest Kirchturmführungen anbieten zu können. Stündlich kann man am Samstag- und Sonntagnachmittag das Fest von oben betrachten und weit in die Ferne schauen.

Eher voraus- als zurückblicken will die WBC mit der Präsentation einer Musterwohnung im Quartier Herrenheide Am Spring 19. Ebenfalls am Samstag von 11 Uhr bis 17 Uhr wird im Info-Punkt der WBC in der Cottbuser Straße eine Ausstellung der Fotogruppe FotoGen gezeigt. Dort findet zudem der nächste Rückkehrertag mit Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit und dem Gründerzentrum Zukunft Lausitz statt.

Kein Feuerwerk in diesem Jahr

Schon immer Ende des Jahres, sagt Simone Pöschke, machen sich die Organisatoren an die Arbeit. Im April oder Mai werde der Programmentwurf im Sozialausschuss der Stadt diskutiert, gegebenenfalls gibt es aufgrund von Hinweisen der Abgeordneten oder Sachkundigen noch ein paar Änderungen. Dann bleibe auch schon nicht mehr viel Zeit, die Auftretenden samt Stargast zu verpflichten. Aus Calau selbst kommen in diesem Jahr Fanfarenbläser, Schützengilde, Modenschau, Cheerleader und Tänzer. Cottbus steuert Kindermusical und Trommelwirbel bei, Vetschau den Musikverein und Lübbenau das Tanzstudio Bella und den Kittlitzer Chormix 71.

Verzichten mussten die Stadtfestorganisatoren auf das traditionelle Feuerwerk. Aufgrund von Trockenheit und Brandgefahr könne man das dieses Jahr nicht anbieten, so Simone Pöschke. Das sei aber verschmerzbar. Dafür bekommen die Besucher heute Abend im Festzelt auf dem Marktplatz eine Lasershow geboten.