(dpr) Mit einem umfangreichen Gemeinschaftswerk von der Stadt Lübbenau und der MKS Architekten – Ingenieure GmbH in Spremberg befassen sich Ende Januar die Lübbenauer Stadtverordneten in mehreren Fachausschüssen. Die städtebauliche Zielplanung für die Stadt Lübbenau trägt den schlichten Titel „Stadtumbau III“ und soll Ende Februar beschlossen werden. Wie es in der Beschlussvorlage dazu heißt, erwarte der Fördermittelgeber diesen „Selbstbindungsbeschluss“. Er sei Grundlage dafür, die vielen in der Spreewaldstadt geplanten Einzelvorhaben jeweils auch umsetzen zu können.

Die Stadtumbaustrategie samt Analyse und Prognose umfasst rund 100 Seiten. Inklusive eines umfangreichen Anhangs, der Abbildungen und einen Maßnahmekatalog enthält. Mit Kurzbeschreibung, Zeitplan und Kostenschätzung aufgeführt sind insgesamt 61 Projekte, die eine entsprechende Planungs- und Realisierungsreife haben, wie es weiter heißt. Einige der genannten Vorhaben sind bereits umgesetzt worden. Beispielsweise die Kundenzentren für die beiden Wohnungsunternehmen in der Stadt, WIS und GWG. Die meisten Projekte jedoch harren noch der Realisierung. Erst ab 2025 etwa rechnen die Planer mit einer Nachnutzung des von der Stadt bereits erworbenen Lokschuppens und des Wasserturms am Gleis 3. Früher etwas werden soll es mit der Umnutzung des ehemaligen Gasthauses „Turbine“ (im Jahr 2022) oder mit dem Bau eines Sportparks mit Stadion (2020).

Am Ende einer Kostenübersicht steht die Gesamtinvestitionssumme von 69,5 Millionen Euro, davon knapp 54 Millionen Euro Städtebaufördermittel. 950 000 Euro sind für Grunderwerb vorgesehen. Sinn und Zweck der Maßnahmen sind innerhalb der Studie in einem Leitbild für die Stadt und für den Städtebau formuliert. Von einer „Navigationshilfe auf der Fahrt in die Zukunft“ ist die Rede. In einer Zeit des Umbruchs sollen Zukunftschancen für alle Generationen genutzt und Stärken der Spreewaldstadt herausgestellt werden. Städtebaulich, heißt es weiter, prägen kleinere Teilgebiete mit unterschiedlicher Funktion eine „multizentrische Stadt“.