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| 02:32 Uhr

Stadt würdigt ihre Ehrenamtlichen

Die Damen-Feuerwehr-Manschaft aus Groß Lübbenau mit Kristin Krüger, Isabel Teichert, Julia Klauschk, Marie-Josefin Kopsch, Lisa Sophie Nousch, Laura Teichert und Nadine Noack. Trainer Jens Teichert und Ortsvorsteher Jens Kullick sind ebenso stolz auf die schnellen Brandbekämpferinnen wie Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz und Bürgermeister Helmut Wenzel (v. l.).
Die Damen-Feuerwehr-Manschaft aus Groß Lübbenau mit Kristin Krüger, Isabel Teichert, Julia Klauschk, Marie-Josefin Kopsch, Lisa Sophie Nousch, Laura Teichert und Nadine Noack. Trainer Jens Teichert und Ortsvorsteher Jens Kullick sind ebenso stolz auf die schnellen Brandbekämpferinnen wie Stadtverordnetenvorsteher Uwe Pielenz und Bürgermeister Helmut Wenzel (v. l.). FOTO: Preikschat
Lübbenau. Vor allem Bewohner aus den Ortsteilen, aus Groß Lübbenau und Groß Klessow, haben sich im vergangenen Jahr um ihre Heimatstadt Lübbenau verdient gemacht. Dies wurde deutlich bei ihrer Würdigung während des Neujahrsempfangs am Sonntag. Daniel Preikschat

Siegfried Janzen braucht keine Urkunden und Medaillen. Für ihn ist wichtig, dass ehrenamtliche Arbeit öffentlich gewürdigt und anerkannt wird. Denn das motiviere zur Nachahmung. So äußerte sich der 85-jährige Ehrenamt-Allrounder aus Groß Lübbenau schon nach dem Empfang bei Bundespräsident Joachim Gauck auf Schloss Bellevue im September. Daher war auch die Würdigung der Ehrenamtlichen beim Lübbenauer Neujahrsempfang ganz in Siegfried Janzens Sinne.

Dazu gehörte freilich eine Lobrede vom Bürgermeister, die sich der bescheidene Mann im Großen Sitzungssaal des Lübbenauer Rathauses anzuhören hatte. Naturgemäß, aufgrund der vielen Verdienste des ehemaligen Groß Lübbenauer Dorflehrers, kam diese Rede Helmut Wenzels (parteilos) einer Auflistung gleich: Grundstein für die Ortschronik gelegt - Verdienste für den Volkschor - Wiederaufbau der Groß Lübbenauer Handdruckspritze mit Schülern - Festschriften für Vereine bei Jubiläen - Komposition eines Spreewaldfeuerwehr-Marsches - Ortsbürgermeister gewesen und Vorsitzender des Amtsausschusses - Autor von vier Mundartbüchern - Betreiber des privaten Museums Heimatstube - all das hat Siegfried Janzen in den vergangenen Jahrzehnten ehrenamtlich geleistet. Kaum ein anderer Bürger identifiziere sich so mit dem Ort wie Siegfried Janzen, pries ihn Wenzel. Oder, wie es der Ortsbeirat in seinem Empfehlungsschreiben an Bundespräsident Gauck ausdrückte: Siegfried Janzen ist in Groß Lübbenau eine "Institution".

Einen Traum erfüllt

Ebenfalls aus Groß Lübbenau kommt die pfeilschnelle Damen-Feuerwehrmannschaft, die bei den Deutschen Meisterschaften im Feuerwehrsport eine Bronzemedaille holte. Ein Traum, so der Bürgermeister, habe sich damit für die Mädchen um Trainer und Betreuer Jens Teichert erfüllt. 26,06 Sekunden im Löschangriff nass zollt wohl jeder Feuerwehrmann höchsten Respekt.

Persönlichkeit entfaltet

Von sich reden gemacht hat Lübbenau in Person Marko Tauschers. Der Geschäftsführer der EMT Media Elektrics GmbH bekam den Zukunftspreis Brandenburg 2016. Solide Arbeit, modernes Denken und gesellschaftliche Verantwortung, lobte Wenzel, zeichneten die Unternehmensführung aus. Jahr für Jahr neue Ausbildungsplätze würden im Ortsteil Groß Klessow geschaffen. Das sei eben auch wichtig für die Attraktivität einer Stadt. Immerhin 25 Mitarbeiter habe das Unternehmen nunmehr, das seine Dienstleistungen vor allem überregional anbiete. 2003 gegründet, bieten die Groß Klessower nunmehr fünf Dienstleistungen an: Fotovoltaik, Kabel- und Leitungsbau, Lichtwellenleiter-Technologie, Elektroinstallation und Industriemontage.

Ähnlich vielseitig in ihrer ehrenamtlichen Arbeit wie der Groß Lübbenauer Siegfried Janzen ist die Vorsitzende des 1998 gegründeten Heimatvereins Rubiko. Andrea Pursche ließ schon durch ihre Tracht ahnen, wofür sie beim Neujahrsempfang ausgezeichnet werden sollte. Die Mitarbeiterin in der Spreewald-Touristinformation bemühe sich seit Jahrzehnten, sorbisch-wendisches Kulturgut zu bewahren und bekannter zu machen, so der Bürgermeister in seiner Laudatio. So sei sie maßgeblich beteiligt gewesen, 2013 in Lübbenau den Trachtentag vorzubereiten und durchzuführen. Die Bewerbung der Niedersorbischen Festtracht zur Tracht des Jahres habe sie auf den Weg gebracht. Selbstlos sei das Wirken der Lübbenauerin, aber auch "eine Entfaltung des eigenen Lebens, der eigenen Persönlichkeit", so Wenzel.

Große Worte, die der Bürgermeister jedoch noch toppen konnte. Denn die gewürdigten Ehrenamtlichen seien "Personen, die Lübbenau zu dem machen, was es ist: innovativ, vorbildlich sowie lebens-, lobens- und liebenswert".