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| 02:32 Uhr

Stadt Vetschau will sich vor Windkraft-Investoren schützen

Calau. Um künftig eine Verspargelung mit Windrädern zu vermeiden, will die Stadt Vetschau einen Teilflächennutzungsplan "Windenergie" aufstellen. Eine entsprechende Beschlussvorlage von der Verwaltung fand beim Wirtschaftsausschuss am Dienstagabend eine klare Zustimmung. Jan Augustin

Mit dem Plan soll festgelegt sein, wo und in welchem Ausmaß die Stadt Windenergie für sinnvoll hält und wo nicht. Sollte das Werk entstehen, würde es neben dem Regionalplan-Entwurf des Landes einen weiteren Plan zur Windenergie für Vetschau geben. Die Stadt wolle mit diesem "zweiten Netz" eine gesamträumliche Betrachtung vornehmen, erklärte Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos). Ziel sei es, der politisch eingeleiteten Energiewende angemessen Rechnung zu tragen, eine Überfrachtung durch Windkraftanlagen zu verhindern und die Belange der Windkraftnutzung im Sinne der Stadt und ihrer Bürger zu regeln. "Dieses Verfahren soll nicht dazu dienen, irgendwelches Investoreninteresse zu protegieren", stellte Kanzler klar. Seine Verwaltung habe "ständig" mit Anfragen zu tun. Erst vor zwei Wochen habe es eine solche zum Gebiet am Rand von Ogrosen gegeben, ob dort Windnutzung möglich sei, da ja die Fläche im Calauer Stadtwald voraussichtlich nicht als geeignet ausgewiesen werde. Für die Voruntersuchung des Planes sind laut Vorlage 14 000 Euro im Haushalt eingestellt. Ziel sei es, ihn in der ersten Hälfte 2015 in Kraft zu setzen.