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Stadt muss Lokschuppen sichern

Der Lokschuppen ist eines der Langzeitprojekte in Lübbenau.
Der Lokschuppen ist eines der Langzeitprojekte in Lübbenau. FOTO: dpr
Lübbenau. Für den Lokschuppen am Gleis 3 in Lübbenau, den die Stadt im August vorigen Jahres erworben hat, gibt es noch kein tragfähiges Konzept. Darüber informierte auf Nachfrage in der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Städtebau Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos).

Die Immobilie mit 4300 Quadratmetern Nutzfläche müsse zunächst gesichert und vor dem weiteren Verfall bewahrt werden, so Wenzel weiter. Notwendig sei auch ein Gutachten zur Statik. Nur schrittweise könne der Lokschuppen entwickelt werden. Das brauche viel Geduld. Möglicherweise werde erst ein kommender Bürgermeister das Langzeitprojekt einmal zu Ende führen können. Immerhin, erinnerte Wenzel, sei der Lokschuppen in seinem Ausmaßen größer als das gesamte Gleis 3 mit seinen verschiedenen Kultureinrichtungen. Wichtig für die Stadt sei zunächst gewesen, das Baudenkmal in interessanter Lage zu erwerben. "Damit liegt die weitere Entwicklung in unserer Hand", so der Bürgermeister.

Wenzel hatte bereits mehrfach auf den Wert der Immobilie auch für den Einzelhandel hingewiesen. Der Lokschuppen liege künftig direkt an der L 49, die umverlegt wird, wenn Lübbenau zwei neue Bahnübergänge bekommt. Außerdem fehle Lübbenau ein größerer Tanz- und Festsaal, der in dem Gebäude untergebracht werden könnte. Gern nutzen würde diesen Saal sicher auch der Lübbenauer Karneval Club, der sein Programm im Einkaufszentrum Kolosseum zeigen muss.