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| 18:41 Uhr

Verkehrssicherheit
Stadt Lübbenau testet Tempomessgerät

   Wer das Tempo einhält, bekommt ein Danke oder einen Smiley.
Wer das Tempo einhält, bekommt ein Danke oder einen Smiley. FOTO: picture-alliance/ dpa / Frank Leonhardt
Diskussion im Fachausschuss über das richtige Gerät. Ein Standort muss noch gefunden werden. Von Daniel Preikschat

In Lübbenau wird zunächst nur ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät angeschafft und getestet. Dafür haben diese Woche die Abgeordneten im Bauausschuss votiert. Das von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Gerät kostet rund 2100 Euro, wiegt keine zehn Kilogramm und zeigt Autofahrern das Tempo sowie eine programmierbare Nachricht gut sichtbar an. Wer das Tempolimit beachtet, könnte beispielsweise ein „Danke“ zu lesen bekommen.

Vor der Abstimmung hatte Rathaus-Planer Peter Brandt das Wort zum Thema. Von ihm angesprochen wurden unter anderem verkehrsrechtliche Grundlagen, Funktionsweise sowie Kriterien der Geräte- und Standortwahl. Bedacht werden muss zum Beispiel eine Mindestaufstellhöhe. Möglichst senkrecht zur Straße müsse die Tafel auf der rechten Fahrbahnseite stehen und weithin sichtbar sein, so Brandt. Bäume in unmittelbarer Nähe, Aufsteller oder Verkehrszeichen könnten die Tafeln verdecken. Das gelte es mit zu berücksichtigen.

Mitgehen konnten die Abgeordneten mit Peter Brandts Vorschlag, nicht gleich zwei Geräte auf einmal anzuschaffen. Auch wenn das auf Antrag der CDU-Fraktion bereits in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde und im Haushalt 2019 dafür 7500 Euro eingeplant worden sind. Allerdings wurde Wert darauf gelegt, nicht allzu viel Zeit vergehen zu lassen bis zur Montage beider Anlagen. Ziel sei, die Anzeigetafeln mit Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb zu haben, sagte dazu Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos).

Noch gar nicht angesprochen wurden mögliche Standorte. Aus Sicht der CDU könnten die Anzeigetafeln vor Kitas und Schulen stehen, aber auch dort, wo es für das Sicherheitsbedürfnis der Senioren wichtig ist. Also wohl vorzugsweise in der Neustadt. Bei einer Umfrage der CDU Lübbenau zeigte sich, dass Verkehrssicherheit eines der wichtigsten Anliegen älterer Menschen in der Spreewaldstadt ist.

Allzu schnelle Standortwechsel der mobilen Geräte indes hält Peter Brandt nicht für empfehlenswert. Die Montage sei doch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Um die gewünschte Wirksamkeit zu erzielen, müssten die Tafeln außerdem über einen längeren Zeitraum am Standort verbleiben. Die Geräte können nicht nur Tempo und Nachricht anzeigen, hieß es weiter. Sie zeichnen auch das gefahrene Durchschnittstempo auf und die Anzahl der vorüberfahrenden Autos. Die Daten seien übertragbar. Ebenfalls vorteilhaft: Die Stromversorgung kann je nach Situation vor Ort auf verschiedene Art sichergestellt werden.

Ein Nachteil wurde im Bauausschuss allerdings auch angesprochen. Neben den Kosten für die Anschaffung fallen auch 200 Euro jährlich für die Versicherung an.