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Eigenheim-Quartiere
Stadt guckt sich 15 Bauflächen aus

Lübbenau. In Lübbenau tun sich für Häuslebauer neue Perspektiven auf. Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer diese Woche der Power-Point-Präsentation des Bürgermeisters im Mehrzweckraum der Spreewelten folgte. Nacheinander stellte Helmut Wenzel (parteilos) „Steckbriefe“ für mögliche neue Eigenheim-Quartiere vor. 15 an der Zahl sind es, die sich die Rathaus-Planer ausgeguckt haben. Dabei handelt es sich um Untersuchungsgebiete mit potenziellen Bauflächen zwischen 5500 Quadratmetern Am Altstadtgraben und 32 000 Quadratmetern Am Haag. Daniel Preikschat

Eine weitere Karte machte bei dem Vortrag deutlich, dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil dieser Flächen den Wohnungsunternehmen gehört oder der Stadt Lübbenau. Der weitaus größte Teil befindet sich in Privatbesitz. Mit eben diesen Eigentümern, so Wenzel, möchte die Stadt mit dem Entwurf für ein Innenentwicklungskonzept nun alsbald ins Gespräch kommen.

Dabei soll geklärt werden, ob die Stadt die Grundstücke ankaufen kann, um sie als Bauland zu erschließen. Ist das passiert, kann der Eigentümer die Baugrundstücke später entweder zurückkaufen. Oder aber die Stadt verkauft sie weiter an einen Vorhabenträger, der Wohneigentum schafft. Denkbar, so Wenzel, sei beispielsweise auch, dass ein Grundstückseigentümer nur einen Teil des Baulands zurückkauft für den Eigenbedarf.

Die Stadt, stellte Wenzel klar, wolle und dürfe bei diesen Grundstücksangelegenheiten nichts verdienen. Draufzahlen mit Steuergeld gehe natürlich genauso wenig. Eingangswert und Rückkaufsumme müssten im richtigen Verhältnis stehen. „Unser Gewinn“, so der Bürgermeister, „sind weitere Bürger für unsere Stadt.“

Bis die ersten neuen Eigenheime stehen und dort Neu-Lübbenauer einziehen indes, werden Jahre vergehen. Auch das sprach Helmut Wenzel an. Bauleit- und Erschließungsplanung, zum Teil auch Vorkaufsrechtsatzungen sind zu erstellen. Darüber hinaus müsse für die Innenentwicklung Lübbenaus insgesamt ein Konzept erarbeitet werden. Mit Eigentümern und Betroffenen müsse man sich jeweils ständig abstimmen, um den Grunderwerb zu klären, danach in die Planung einzusteigen und irgendwann – Kosten und Vermarktbarkeit abwägend – Stichstraßen und Leitungen zu bauen.

Nur jedes vierte Untersuchungsgebiet könnte am Ende auch in Bauland umgewandelt werden, schätzt man bei der MKS Architekten – Ingenieure GmbH ein, die von der Stadt Lübbenau in Auftrag genommen worden ist. Am ehesten realisierbar erscheinen den Planern neue Eigenheimquartiere derzeit in der Gartenstraße, in der Bergstraße, in der Wagner/Schumannstraße, im Lindenviertel und in der Breitscheidstraße.