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| 02:32 Uhr

Stadt baut Jahnstraße nun doch in voller Länge aus

Die Jahnstraße in Vetschau wird komplett saniert, inklusive des Abschnitts zwischen Schönebegker Straße und Thälmannstraße.
Die Jahnstraße in Vetschau wird komplett saniert, inklusive des Abschnitts zwischen Schönebegker Straße und Thälmannstraße. FOTO: Preikschat
Vetschau. (dpr) Es wäre ja auch ein Novum gewesen in Vetschau, eine Straße "häppchenweise" zu sanieren. Wohl auch im Namen vieler anderer Vetschauer begrüßte die aufmerksame Stadtpolitik-Beobachterin Roswita Bugner ausdrücklich, die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße in einem Zug sanieren zu lassen und so die Kosten für die Anlieger zu reduzieren.

Offenbar sahen das die Stadtverordneten im Wirtschaftsausschuss am Montagabend auch so. Sie stimmten mit großer Mehrheit dafür, die Vorlage der Stadtverordnetenversammlung im März zum Beschluss zu empfehlen.

Die ursprüngliche Vorlage sah noch vor, nur den Straßenabschnitt zu sanieren, der an Griebenowpark, Turnhalle und Sportplatz vorbeiführt. Die Anwohner drängten jedoch darauf, die Straße in voller Länge ausbauen zu lassen, so Bauamtsleiter Sven Blümel. Da größere Flächen der Stadt angrenzen, verringern sich bei dieser einzügigen Sanierung auch die Beiträge der Anwohner. Insgesamt, so Blümel weiter, koste die Sanierung der 525 Meter langen Straße rund 630 000 Euro. Los gehe es jedoch erst, wenn beantragte Fördermittel bewilligt werden.

Im Ausschuss beschrieb der beauftragte Planer aus Cottbus, wie die Straße künftig aussehen soll. Entlang der sechs Meter breiten Straße mit Asphaltdecke verlaufe beidseitig eine 2,60 Meter breiter gepflasterter Gehweg. Parken am Straßenrand werde erlaubt sein. Radfahrer könnten auf der Straße fahren. An Tempo 30 soll festgehalten werden. Dekorative Kugelleuchten mit LED-Lampen stünden im Abstand von 29 Metern. Für Bäume sei kein Platz.

Auf Antrag von Hans-Ulrich Reuter (CDU) beschlossen die Stadtverordneten im Ausschuss, dass der Gehweg abgesenkt wird. Parkende Autos könnten so den Gehweg mit nutzen. Auch Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) war der Meinung, dass bei 2,60 Meter Gehwegbreite Passanten noch genug Platz bleibt. Nicht durchsetzen konnte sich der Vorschlag, die Straße sieben Meter breit zu bauen, da dann der Gehweg zu schmal wird.