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| 02:32 Uhr

Staatsanwaltschaft zieht Revision im Lübbenauer Missbrauchsfall zurück

Lübbenau. Das Urteil gegen einen Vater, der in Lübbenau seine Töchter sexuell missbraucht haben soll, wird von der Staatsanwaltschaft Cottbus nun doch nicht mehr angefochten. Weil keine Verfahrensfehler im nun auch schriftlich verfassten Urteil gefunden worden seien, habe sie ihre Revision wieder zurückgezogen. jag

Das sagte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig am Dienstag. Zu viereinhalb Jahren Haft hatte das Landgericht den 46-jährigen Vater im November 2012 verurteilt und lag damit weit unterhalb der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die Justiz wird sich allerdings weiter mit dem Fall befassen müssen. Grund ist die auch vom Anwalt des Verurteilten, Sven Bartholdtsen, eingelegte Revision. Ob er diese auch zurückgezogen habe, beantwortete der Cottbuser Verteidiger mit einer Gegenfrage: "Warum sollte ich sie zurückziehen?" Weitere Angaben wollte er nicht machen. Nun wird sich voraussichtlich der Bundesgerichtshof mit dem Fall beschäftigen.

Das Landgericht sah es nach einem Verhandlungsmarathon als erwiesen an, dass der Lübbenauer seine drei damals minderjährigen Töchter mehrfach sexuell missbrauchte. Die Haft hat der Verurteilte noch nicht angetreten.