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Spreewelten steigern Gästezahl

Erfreuen Kinder und Erwachsene – die Pinguine.
Erfreuen Kinder und Erwachsene – die Pinguine. FOTO: Spreewelten GmbH
Lübbenau. 2,3 Prozent klingt vielleicht nicht nach sehr viel. Doch bei der Spreewelten GmbH freut man sich über diesen leichten Anstieg der Besucherzahl 2016 im Vergleich zum Vorjahr. Daniel Preikschat

Bewege sich doch die Gästezahl seit Jahren auf einem vergleichsweise sehr hohen Niveau, so Geschäftsführer Michael Jakobs, das sich nur schwer noch steigern lasse. Genau 267 147 Kunden nutzten im vergangenen Jahr Bad oder Sauna. Damit kann die Spreewelten GmbH der Stadt Lübbenau erneut rund halbe Millione Euro an variabler Pacht überweisen. Welches andere Bad könne das schon?

Dabei war, wie Badleiter Axel Kopsch ergänzt, im Saunabereich ein leichtes Minus von 2,3 Prozent zu verzeichnen. Bundesweit ein Trend, der nur schwer erklärbar sei. Wahrscheinlich spiele auch das Wetter eine Rolle. In der Gesamtbilanz konnten die Spreewelten das jedoch locker wegstecken.

Auch weil die Badegäste in Lübbenau relativ viel verzehren. So wurden in den Spreewelten 6,6 Tonnen Pommes und fast 17 000 Bratwürste verkauft. Der Gastro-pro-kopf-Umsatz von knapp sechs Euro, so Kopsch, liege weit über dem europäischen Durchschnitt von zwei Euro.

In diesem Jahr erwarten die Lübbenauer ähnlich gute Zahlen. Auch wenn im September das Bad eine Woche schließen muss wegen Dacharbeiten. Sie seien bereits im Zusammenhang zu sehen mit der anstehenden Sanierung und Baderweiterung für etwa 8,2 Millionen Euro, erklärt Michael Jakobs. Vorboten dafür aber werden auch die Außenbaustellen sein. Bereits ab Herbst diesen Jahres werde an der Vergrößerung der Pinguinanlage gearbeitet, parallel und nur einen Steinwurf entfernt am neuen Appartementhotel mit 60 Zimmern und 223 Betten. Es wird über einen Bademantelgang ans Bad angeschlossen.

Das passiere jedoch erst 2018. Ebenfalls erst im nächsten Jahr, betont Jakobs, muss das Bad wegen des Umbaus vier Monate schließen - nach den Osterferien bis September. In der Spreewelten GmbH richtet man sich daher im Jahr 2018 auf erhebliche Einnahmeverluste ein, sagt Geschäftsführer Michael Jakobs. Denn die fixen Kosten fielen auch während der Schließzeit an. Entsprechend könne die Stadt für das eine Jahr auch keine Pachtzahlung in gewohnter Höhe erwarten. In den Folgejahren indes, ist sich Jakobs sicher, zahle sich die Investition aus. Fest steht für ihn auch: Ohne die Aufwertung würde das Bad schon mittelfristig nicht mehr so gut besucht werden wie bisher.

Zum Thema:
Die Stadt Lübbenau und die Spreewelten GmbH investieren gemeinsam rund 18 Millionen Euro in den Ausbau des Spreeweltenbads und in das neue Hotel. Ein noch größeres Pinguinerlebnis und mehr Spreewald-Flair soll den Gästen künftig geboten werden. Die Besucherzahlen sollen so stabil hoch bleiben.