ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:51 Uhr

Spreewaldverein sucht Rezept(e) für besseren Gurken-Verkauf

Klassiker: Eine Spreewälderin bietet auf der Grünen Woche in Berlin Gurken in den verschiedensten Geschmacksrichtungen an. Der Absatz soll durch neue Ideen weiter angekurbelt werden.
Klassiker: Eine Spreewälderin bietet auf der Grünen Woche in Berlin Gurken in den verschiedensten Geschmacksrichtungen an. Der Absatz soll durch neue Ideen weiter angekurbelt werden. FOTO: Wolfgang Kumm/dpa
Lübbenau/Lübben. Von echten Spreewälder Tellern oder Büfetts ist sie nicht wegzudenken – die Gurken, neben dem Kahn das Symbol für die Landschaft schlechthin. Der Spreeewaldverein sucht jetzt bei Gastronomen originelle Rezepte zur Gurke. Der Hintergrund ist jedoch durchaus ernster Natur. Jan Gloßmann

"So haben Sie die Gurke noch nicht erlebt." Der neue Slogan kommt verführerisch daher, und das soll er auch sein. Dahinter verbirgt sich ein von Europäischer Union und vom Land Brandenburg gefördertes Vorhaben, mit dem Gemüse aus dem Spreewald - und zuallererst die Gurke - besser vermarktet werden soll.

Und es muss schnell gehen: Bis zum 4. April sind die Gastronomen des Spreewaldes aufgerufen, neue Ideen und Rezepte zu kreieren, bei denen die Spreewälder Gurke die Haupt- oder eine prägnante Nebenrolle spielt. "Die Hauptzutaten sollten dabei mehrheitlich aus der Spreewaldregion stammen, so dass eine Zertifizierung mit der regionalen Dachmarke Spreewald möglich ist", sagt Andreas Traube vom Spreewaldverein in Lübben. Eingereicht werden können auch bereits vorhandene, originelle Gurken-Rezepte.

Die Rezepte sollen vom Spreewaldverein gesammelt und veröffentlicht werden - jeweils unter Nennung des Ideengebers und seines Restaurants oder Wirtshauses. Entstehen werde zudem eine Broschüre mit allen Rezepten und die Platzierung auf gastronomischen Online-Portalen.

Dabei geht es dem Spreewaldverein nicht nur um eine neue, anregende Koch- oder Rezeptsammlung. Traube: "Der Markt ist gesättigt und stagniert." Das gelte vor allem für Konserven. Nur Originalität und Qualität können den Absatz stärker ankurbeln. "Das ist kein Problem des Spreewaldes allein."

Spürbar sei der Trend der Kunden, lieber zu frischer und regionaler Ware zu greifen. "Das macht sich beim Konservenabsatz bemerkbar." Auch da sei der Spreewald gut vertreten, bieten doch viele Märkte und Einrichtungen neben den Vollkonserven (meist im Glas) auch Rohkonserven, also Gurken oder Kraut aus Fässern.

Im vergangenen Jahr waren im Spreewald trotz ungünstiger Witterung insgesamt etwa 35 000 Tonnen Gurken geerntet worden.

Eingesandt werden die Rezepte an den Spreewaldverein in Lübben, Am kleinen Hain 3, in 15907 Lübben oder per E-Mail an info@spreewaldverein.de. Die Rezepte sollen für vier Personen ausgelegt sein, dazu sind die Zubereitungsschritte erbeten sowie ergänzenden Hinweise.