(peb) Ursprünglich war eher eine Ernteaktion geplant, doch die extreme Witterung hat (wieder einmal) einen Strich durch die Rechnung der Baumpächter gemacht. Der Spätfrost und die Trockenheit haben fast die gesamte Apfelernte ausfallen lassen. Etwas mehr Glück hatten die Pächter von Birnen-, Pflaumen- und Kirschbäumen. Den größeren Bäumen auf der Streuobstwiese am Spreewaldrand hat die Trockenheit weniger zugesetzt, den Neupflanzungen allerdings schon.

Die Spreewaldstiftung verpachtet für jeweils drei Jahre Obstbäume zur privaten Nutzung. Größere Baumschnittmaßnahmen werden von der Stiftung organisiert und bezahlt, zwischendurch treffen sich die Pächter zu allgemeinen Pflegearbeiten. Diesmal ging es um Baumscheibenpflege, damit nicht unnötig Wasser entzogen wird und um das Aussägen abgestorbener Äste.

Seit zwei Jahren befinden sich auch drei Bienenvölker am Wiesenrand, die von der Naundorfer Imkerin Kathrin Klee betreut werden. Die Pächter erhoffen sich dadurch bessere Bestäubungsergebnisse, aber dem Spätfrost konnten auch die Insekten nichts entgegensetzen. „Die Frühjahrstracht ist ausgefallen, dafür war die Sommertracht recht gut“, berichtete die Imkerin. Wie von der Spreewaldstiftung zu erfahren war, sind noch 20 Bäume ohne Paten. Für 30 Euro im Jahr können sie von der Stiftung gepachtet werden.