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Spreewaldmode auf dem Laufsteg

Wilde Spreewaldfrauen auf dem Laufsteg in der Potsdamer Schinkelhalle.
Wilde Spreewaldfrauen auf dem Laufsteg in der Potsdamer Schinkelhalle. FOTO: Tourismusverband
Berlin/Ragow. Mode aus der Werkstatt der Spreewälder Designerin Sarah Gwiszcz ist in Berlin angekommen: Bei der Fashion-Show Potsdam Now innerhalb der Berliner Fashion Week sind die wilden Spreewaldfrauen auf dem Laufsteg zu sehen gewesen. Bernd Töpfer undHannelore Kuschy

Gleich als erste junge Designerin schickte die Ragowerin Sarah Gwiszcz ihre Models auf den Laufsteg. Montagabend waren ihre 29 handgearbeiteten Outfits des Labels "Wurlawy - Wilde Spreewaldfrauen" in der Potsdamer Schinkelhalle zu sehen.

Unter den Models war auch die Lübbenerin Paulin Ehlert. Sie hat am Max-Steenbeck-Gymnasium ihr Abitur abgelegt und sich extra für den Abschlussball ein Kleid entwerfen lassen. Dies zeigte sie in Berlin.

Dies war auch ein besonderer Moment für den Tourismusverband Spreewald, der die Modeschöpferin, zusammen mit der Stadt Lübbenau, als Partner unterstützte. Die gemeinsame Botschaft: Der Spreewald ist zeitlos modern - ob als Inspirationsquelle für Künstler oder begeisterte Weltenbummler. Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbandes Spreewald, sagte im Anschluss an das Event: "Als Tourismusverband ist es uns eine Herzensangelegenheit, den Spreewald als vielseitige und erlebenswerte Destination überregional zu repräsentieren. Diese Botschaft gemeinsam mit Sarah Gwiszcz in einer Fashionshow weitertragen zu können, ist eine tolle und zugleich extravagante Möglichkeit. Typisch Spreewald eben - stets für eine Überraschung gut."

Neben der aufwendig gestalteten Kollektion Sarah Gwiszcz‘, die moderne mit sorbischen Designelementen kombiniert, durften Gäste der Fashionshow ebenfalls einen Blick auf die typische Spreewaldtracht werfen. Auf diese Weise vereinte die Designerin traditionelle Spreewälder Elemente mit raffinierter Dynamik. Für diese Umsetzung wurde sie mit großzügigem Applaus seitens des interessierten Publikums bedacht. Des Weiteren sorgten die bekannten Spreewaldgurken, die den Gästen während der Show als Kostprobe gereicht wurden, für Neugier auf den Spreewald.

Bis zum gestrigen Mittwoch wurden auf dem Laufsteg der Fashionshow Potsdam Now, die im Rahmen der diesjährigen Berlin Fashion Week stattfindet, modische Kreationen internationaler Designer präsentiert.

Die 27-jährige Designerin aus dem Spreewald müsse erst einmal alles sacken lassen, wie sie erzählt. Es sei so viel passiert und das erste Mal gewesen, dass sie an einer solchen Schau teilgenommen hat. "Die Resonanz des Publikums ist super, ich habe sogar gehört, es sei die beste Show des Abends gewesen", erzählt die Ragowerin freudestrahlend. Da hat sich alle Mühe gelohnt, denn an ihren 29 Modellen, die sie auf den Laufsteg schickte, hat sie nur zwei Monate arbeiten können. "Die Entwürfe sind über längere Zeit gewachsen, und es war jetzt Zeit, dass sie mal raus konnten", verrät sie. Viele ihrer Modelle seien durchaus alltagstauglich, und sie habe auch schon einige Bestellungen angenommen. Sie selbst trug in Potsdam eine lange weiße Tunika mit einem blauen Rock.

Die Kreationen der Designerin Sarah Gwiszcz sind gegenwärtig in einer Ausstellung im Lübbenauer Rathaus, Kirchplatz 1, bis 30. Juli zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 9 bis 19 Uhr, Mittwoch und Freitag 9 bis 14 Uhr, Donnerstag 9 bis 17 Uhr