"Bei diesen Alarmstufen kommt es auf den betroffenen Gewässerabschnitten zu Ausuferungen. Das Gewässer ist randvoll gefüllt und tritt über die Ufer", erklärt Helge Albert von der Unteren Wasserbehörde. Die Talsperre Spremberg hat am gestrigen Montag rund 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben, mit einer Erhöhung wird gerechnet. Dann kommt das Wasser auch in größerem Maße nach Lübben. "Wir sind abhängig von der Talsperre", sagt Hagen Mooser, stellvertretender Stadtbrandmeister in Lübben.

Bisher konnten die Kahnfährleute mit ihren Gästen noch auf Tour gehen. "Der Wasserstand ist am Strandcafé-Wehr noch rund einen halben Meter unter der Marke von 2010", stellte Martin Matthei, Kahnfährmann vom "Flotten Rudel" am Montagvormittag fest. Die Untere Wasserbehörde warnt und teilte mit, dass die touristische und sportliche Nutzung auf den Spreewasserläufen nur eingeschränkt erfolgen kann, da hohe Strömungsgeschwindigkeiten auftreten.

Zu einem Wasserstau, der die Parkstraße überflutet hatte, war die Lübbener Feuerwehr am Sonntag gegen 12.30 Uhr gerufen worden. Schon am Dienstag hatte dort die Straße unter Wasser gestanden.

Am Sonntag unterstützte die Polizei gegen 17.30 Uhr die Feuerwehr bei der Beräumung eines Baums, der in der Weinbergstraße quer über die Fahrbahn gestürzt war. Gegen 18 Uhr rollte der Verkehr wieder.