ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:57 Uhr

Spreewälder unterstützen mit Spendengeldern
Spreewälderinnen tragen Nepal im Herzen

 Dorit Robarick berichtete in der Galerie RO in der Lübbenauer Apothekengasse über ihre jüngsten Erlebnisse in Nepal. Sie hat wieder Spendengelder an junge Mütter übergeben. Und sie erhielt Gastgeschenke von Menschen, die sie bei ihren Reisen in den vergangenen 19 Jahren kennengelernt hat.
Dorit Robarick berichtete in der Galerie RO in der Lübbenauer Apothekengasse über ihre jüngsten Erlebnisse in Nepal. Sie hat wieder Spendengelder an junge Mütter übergeben. Und sie erhielt Gastgeschenke von Menschen, die sie bei ihren Reisen in den vergangenen 19 Jahren kennengelernt hat. FOTO: Ingrid Hoberg
Lübbenau. Dorit Robarick hat in der Galerie RO über ihre 19. Reise durch das asiatische Land berichtet und eindrucksvolle Erlebnisse geschildert. Von Ingrid Hoberg

Nepal lässt die Lübbenauerin nicht los. Zum 19. Mal ist sie 2018 in dem Land unterwegs gewesen, mit den Menschen fühlt sie sich verbunden, viele Erlebnisse und Eindrücke hat sie in dieser Zeit aufgenommen. Die Reise führte sie auch an Orte, die sie schon gesehen hatte – und sie entdeckt viel Neues. „Ich habe mit Mönchen über das Erdbeben gesprochen und den Aufschwung, der jetzt in Nepal herrscht“, sagt sie. Lübbenauer und Besucher aus der Region nehmen großen Anteil daran, denn Dorit Robarick unterstützt mit Spendengeldern aus dem Spreewald junge Mütter.

Der erste Weg führt sie immer wieder ins Tabatalin-Hospital. „Seit Jahren gehe ich dort hin, um acht Mütter, die gerade ein Kind bekommen haben, finanziell und mit Babyausstattung zu unterstützen“, sagt Dorit Robarick. Über Sozialarbeiterinnen, die die Auswahl treffen, werde der Kontakt hergestellt. Diesmal sei das zum Teil sogar gleich im Kreißsaal geschehen. Das waren bewegende Momente für die Lübbenauerin.

Das Krankenhaus war bei dem Erdbeben im April 2015 zum Teil zerstört worden. „Im vergangenen Jahr ist die Baugrube für neue Gebäude ausgehoben worden, in diesem Jahr habe ich das Haus gesehen. Es hat ein Dach, der Innenausbau muss jetzt folgen“, berichtet die Lübbe­nauerin. Es werde ein modernes Gebäude entstehen.

„Ich besuchte auch wieder mein eigenes Patenkind, das inzwischen vier Jahr alt ist, und seine Familie“, erzählt sie in der Veranstaltung „Farbklänge“, die zum Abschluss des Jahres 2018 in der Lübbenauer Apothekengasse stattgefunden hat.

Unter den Gästen war auch Nancy Beule aus Lübben. Sie kennt Nepal und Indien von eigenen Reisen – sie sammelt ebenfalls Spendengelder, mit denen arme Familien unterstützt werden. „Die finanziellen Hilfen sollen den Menschen die Chance geben, täglich nicht nur ans Essen denken zu müssen. Davon müssen sie wegkommen. Wichtig ist, dass sie Schulgeld und -kleidung für ihre Kinder bezahlen können“, erklärt sie. Das sichere die Zukunft der Familien. Und so werde der Kontakt meistens über die Kinder hergestellt. Bei einem zweiten Besuch schaue sie dann, wie es den Familien ergangen ist. Enttäuschungen habe sie bisher nicht erlebt, sagt die Lübbenerin.

Dorit Robarick und Nancy Beule schaffen es manchmal auch, sich in Nepal zu treffen. Ohne großen Plan, ohne konkrete terminliche Verabredung hat es wieder einmal geklappt. „So ist Nepal!“, sagt die Lübbenauerin. Allerdings war es nicht nur der glückliche Zufall – schließlich haben sie sich per Handy verständigen können. Im ganzen Land gebe es WLAN-Zugang. „Selbst in den entlegenen Lodges“, sagt sie.

Inspirierende Eindrücke erlebt sie immer wieder bei Trekkingtouren, die sie auch unternimmt. Mit einem Guide stieg sie bis auf 4200 Meter. „Der letzte Schlafplatz war auf 3900 Meter. Es war eine sehr kalte Nacht, und noch vor Sonnenaufgang ging es los. Wir mussten ja am gleichen Tag zurückgehen“, berichtet Dorit Robarick, noch immer beeindruckt von dem Naturerlebnis. Eis und Schnee, schwieriger Weg, es ging nur langsam voran. „Aber ich habe es geschafft!“, sagt sie begeistert. „Die Aussicht war phantastisch!“ Auf dem Rückweg besuchte sie eine heiße Quelle und gönnte sich zwei Tage Ruhe.

Warum zieht es sie immer wieder in die hohen Berge? Diese Frage beschäftigt Dorit Robarick schon lange. Erst jetzt ist sie in ihrer Familiengeschichte fündig geworden. „Mein Großvater Gustav war Mitglied im Alpenverein, Sektion München, und ist jedes Jahr ins Hochgebirge gefahren“, erzählt sie. Inzwischen besitze sie seinen Reisepass, Nächtigungskarten und andere Unterlagen, die seine Aufenthalte in den Alpen belegen. „Er ist 1949 gestorben, ich habe ihn nicht kennengelernt. Ich denke, dass ich meine Begeisterung für die Berge von ihm mitbekommen habe“, erklärt sie. 2018 war sie auch in den Alpen. Doch das ist schon wieder eine andere Geschichte.

So wie der Eintritt zur Veranstaltung „Farbklänge“ in den Spendentopf geht, sammelt Dorit Robarick für ihre nächste Reise nach Nepal. „Es ist das 20. Mal – 1999 bin ich das erste Mal gefahren“, erinnert sie sich. Ihre Eindrücke und Erlebnisse teilt sie gern mit den Menschen, die ihre Spendenaktion unterstützen.

Weitere Informationen gibt es unter: www.robarick.de