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| 06:23 Uhr

Achtungserfolg bei internationalem Wettbewerb
Lübbenauer holt sich den nächsten Rednerpreis

Buchautor und Vortragsredner Hermann Scherer überreicht Jean Meyer (li.) den Publikumspreis.
Buchautor und Vortragsredner Hermann Scherer überreicht Jean Meyer (li.) den Publikumspreis. FOTO: Finanzhaus Meyer AG
Lübbenau/Hamburg. Unternehmer Jean Meyer bekam beim Speaker Slam in Hamburg den meisten Beifall – und damit den Publikumspreis. Von Daniel Preikschat

Jean Meyer beendet seinen letzten Satz – und im Saal eines großen Hamburger Hotels brandet Applaus auf. Das Schallpegelmessgerät an der Bühne zeigt 111 Dezibel an. So lautstark umjubelt wird beim Internationalen Speaker Slam am 16. November keine andere der insgesamt 59 Fünf-Minuten-Reden.

Ehrgeizig wie der Lübbenauer Finanz- und Immobilienfachmann laut eigener Einschätzung nun mal ist, hätte er gern den ersten Preis geholt. Der jedoch war Janis McDavid nicht zu nehmen. Der 27-jährige Redner, Buchautor und Weltreisende kam ohne Arme und Beine auf die Welt. In seinem Beitrag in Hamburg sprach er über die positive Richtung, die jeder Mensch seinem Leben geben kann. Das sei an Emotionalität nicht zu überbieten gewesen, sagt Jean Meyer nachhaltig beeindruckt.

Und das sah auch die zwölfköpfige Jury so, die besetzt war mit Fachleuten aus Medien und Redneragenturen. Die insgesamt vier Preise überreichte zum krönenden Ende der Veranstaltung der Speaker-Slam-Organisator Hermann Scherer. Der renommierte Vortragsredner hat bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, unter anderem über Fragetechniken, Verkaufsstrategien oder den „Weg zum Topspeaker“.

Thema des Lübbenauers war „Das 11. Gebot. Du sollst nicht arm sein“. Reichtum, erklärt Meyer seine Botschaft, könne jeder Mensch erlangen. Nur müsse er dafür auch etwas tun. Mit einem inhaltlich ähnlichen Vortrag konnte Jean Meyer in diesem Jahr bereits bei Speaker Slams in München und Wien überzeugen und wurde jeweils Zweiter. Über das Goethe-Zitat „Ein gesunder Mensch ohne Geld ist halb krank“ hatte sich der 46-Jährige seine hörenswerten Gedanken gemacht. Vor allem aufgrund dieser Erfolge durfte er auch in Hamburg teilnehmen.

Der Hobby-Imker, der sich auch im Lions-Club und im Förderverein der Jenaplanschule engagiert, möchte sich auch weiterhin bei Speaker Slams mit emotional packenden Reden Gehör verschaffen. Er geht mit Ehrgeiz daran, aber auch mit gesunder Selbsteinschätzung: Ein perfekter Redner werde aus ihm nie, sagt er, vielmehr besteige er einen Berg ohne Gipfel.