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| 17:20 Uhr

Bohlekegeln
Vetschau hält direkten Konkurrenten auf Distanz

 Die 1. Männermannschaft der Vetschauer Bohlekegler mit ihrem Vereinsvorsitzenden Gerd Kschiwan (Träger des Fanschals).
Die 1. Männermannschaft der Vetschauer Bohlekegler mit ihrem Vereinsvorsitzenden Gerd Kschiwan (Träger des Fanschals). FOTO: Uwe Hegewald
Vetschau. Bohlekegler mit Sieg und Niederlage gegen den Mitaufsteiger KC Rot-Weiß Seyda. Interesse am Kegelsport wächst in der Stadt. Von Uwe Hegewald

Am 13. und 14. Spieltag der 2. Bundesliga Ost gelang den Bohlekeglern aus Vetschau ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt. Einem Heimsieg am Samstag folgte am Sonntag eine Auswärtsniederlage. Beide Male hieß der Gegner KC Rot-Weiß Seyda, als Mitaufsteiger ein direkter Kontrahent im Kampf um den Klassenerhalt.

„Unseren Heimvorteil müssen wir nutzen, wollen aber auch auswärts bei den Seydaern punkten“, gab Kapitän Steffen Manigk die Marschrichtung vor. Zwei Tabellenplätze trennten Vetschau (9.) und Seyda (11.) vor dem doppelten Aufeinandertreffen, das die Spreewald­städter am Samstag mit 5299:5290 Holz knapp für sich entscheiden konnten. Bei den Rot-Weißen, die ihre Heimspiele in Treuenbrietzen ausrichten, gab es am Sonntag mit 5238:5146 Holz nichts zu holen. „Insgesamt sind wir mit der bisherigen Saison-Punkteausbeute zufrieden. Dabei gelang uns mit dem unerwarteten Auswärtssieg, am ersten Spieltag in Fehrbellin, ein Auftakt nach Maß. Dass wir uns zuhause nur ungern die Butter vom Brot nehmen lassen, beweisen die Heimsiege gegen alle Berliner Mannschaften“, resümiert Steffen Manigk. Der Kapitän, der inzwischen sein Studium in Halle/Saale abgeschlossen und dort auch einen Job gefunden hat, ist den Vetschauer Bohlekeglern treu geblieben. „Die mannschaftliche Geschlossenheit ist einfach phänomenal“, so der 26-Jährige, der für den 1. KSV Vetschau insbesondere bei Auswärtsspielen eine wichtige Stütze ist. Bei Heimspielen stellt er sich als Motivator oder Ersatzspieler in den Dienst der Mannschaft.

„Eine eingeschworene Truppe, in der jeder für jeden kämpft. Hier ist keiner allein; das macht richtig Spaß“, stellt Gerd Kschiwan klar. Dass der angestrebte Klassenerhalt durchaus realistisch ist, prophezeite der KSV-Vorsitzende bereits beim Aufstieg der 1. Männermannschaft in die 2. Bundesliga. Kschiwan vergleicht die momentane Vereinssituation mit einem Mosaik, bei dem viele Steine ein geschlossenes Gesamtbild ergeben. „In der 2. Bundesliga stehen deutlich mehr Spiele an. Das setzt ein personelles Mitziehen voraus, was nicht selbstverständlich ist“, erklärt er. So mussten etwa die Wirtsleute Loewa vom Gasthaus „Zum goldenen Stern“, in dem sich die Vetschauer Kegelsporthalle befindet, ihr Okay geben, wie auch die Familienangehörigen. „Ohne verständnisvolle Ehepartnerinnen oder Lebensgefährtinnen wäre das nicht machbar“, sagt er.

2018 feierten die Kegler ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum, 100 Jahre Kegelsport in der Spreewaldstadt und den Aufstieg in 2. Bundesliga. In diesem Jahr fanden die Höhepunkte bereits im Januar ihre Fortsetzung: Ausrichtung der Kreismeisterschaften Oberspreewald-Lausitz, bei denen die Vetschauer acht Kreismeister stellten. Unter ihnen Patrick Diestel, der in der 2. Bundesliga mit Platz 16 in der Einzelwertung als bester Vetschauer Bohlekegler hervorgeht. „Wir haben einen ziemlich guten Lauf und hoffen, dass unsere Glückssträhne anhält“, erklärt Gerd Kschiwan. Generell sei das Interesse in der Stadt für den Kegelsport gewachsen. „Das erfahren wir in Gesprächen mit Vetschauern. Es gab sogar schon Anfragen von Unternehmen, die nachgefragt haben, in welcher Form sie uns unterstützen können. Solche Momente erlebt man gern“, bemerkt der Vereinsvorsitzende.