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| 15:28 Uhr

Fussball
Hart erkämpfter Arbeitssieg für Schlieben

Aus einem „schwierigen Kampfspiel“, wie TSV-Trainer Mike Urban einräumte, ging Schlieben am Ende als knapper Sieger hervor. Auf Vetschauer Seite fehlten einmal mehr viele wichtige Spieler.
Aus einem „schwierigen Kampfspiel“, wie TSV-Trainer Mike Urban einräumte, ging Schlieben am Ende als knapper Sieger hervor. Auf Vetschauer Seite fehlten einmal mehr viele wichtige Spieler. FOTO: FuPa Brandenburg
Landesliga Süd. Der TSV müht sich in Vetschau zum knappen 1:0-Erfolg. Hohenleipisch und Brieske spielen jeweils auswärts 1:1. Von Sven Bock, Lutz Jakob und Marco Kloss

SpVgg Blau-Weiß 90 Vetschau – TSV 1878 Schlieben 0:1. Tor: 0:1 Robert Dehne (65.); Schiedsrichter: Dominik Kolm (SV Seelow);  Zuschauer: 31

Abstiegskampf pur sahen am Samstag die nur 31 Zuschauer bei der Partie zwischen dem bislang noch punktlosen Schlusslicht Blau-Weiß Vetschau und Aufsteiger TSV Schlieben. Die Gastgeber gingen nach dem Spielabbruch in der Vorwoche in Fürstenwalde erneut personell geschwächt in die Partie. Auf der Bank nahm nur ein Wechsler Platz. Trainer Nicky Marx durfte wegen seiner Gelb-Rot-Sperre nicht von der Coachingzone aus sein Team betreuen, sondern konnte nur von hinter der Bande agieren. Daneben fehlten noch einige Stammkräfte wie Maik Tributh, Hannes Jurischka und Manuel Grohmann, die alle schon fünf oder mehr Partien in dieser Spielzeit für die Blau-Weißen bestritten haben. Aber auch auf Schliebener Seite musste Trainer Mike Urban fünf Spieler ersetzen und sich als dritten Wechsler mit auf den Spielberichtsbogen schreiben. Entsprechend schwer taten sich beide Mannschaften.

Vetschau konzentrierte sich vor allem auf die Defensivarbeit. Blau-Weiß-Keeper Steven Maßnigk musste in der ersten Hälfte mehrfach eingreifen, hielt aber immerhin die Null zur Pause.

Auch in der zweiten Hälfte konnte sich Vetschaus Torhüter noch einige Male auszeichnen, war beim Siegtreffer durch Robert Dehne in der 65. Minute aber chancenlos. Nach einem abgefangenen Freistoß der Vetschauer leitete Max Drößigk den blitzschnellen Konter ein und schickte Dehne auf die Reise. Trotz eines Trikotzupfers blieb der Schliebener Torjäger im Tempo und ließ frei durch Maßnigk keine Abwehrmöglichkeit.

Durch den hart erkämpften Arbeitssieg konnte sich der Aufsteiger etwas Luft zu den Abstiegsrängen verschaffen. Das freute auch TSV-Coach Mike Urban: „Es war ein verdienter Sieg. Sicherlich war viel Stückwerk dabei, aber man hat gesehen, dass die Mannschaft gewillt war, zu gewinnen.“

Weiter tief im Keller steckt dagegen Vetschau fest. Die Blau-Weißen kassierten die achte Niederlage in der achten Partie der Saison.

SG Phönix Wildau 95 – VfB Hohenleipisch 1912  1:1 (0:1). Tore: 0:1 Vetter (19.), 1:1 Müller (90+4.); Schiedsrichterin: Linda Webers (Berlin); Zuschauer: 75

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gingen die Hohenleipischer couragiert ins Auswärtsspiel und drückten den Gastgeber sofort in die eigene Hälfte. Die Belohnung folgte nach knapp 20 Minuten. Nachdem der Wildauer Torwart zweimal stark parierte, war es Valentin Vetter, der den abgewehrten Ball volley im Tor zur VfB-Führung unterbrachte. Die Gäste blieben auch danach überlegen, gewannen die Zweikämpfe im Mittelfeld und spielten kombinationssicher. Sie legten nur nicht nach.

In der zweiten Hälfte fand dann der Gastgeber mit Kampf und Leidenschaft in die Spur. Hohenleipisch dagegen verlor immer mehr den Faden. Und in der eigentlich schon abgelaufenen Nachspielzeit verlor Hohenleipisch das  Leder und der allerletzte weite Ball der Wildauer landete bei deren Kapitän Björn Müller. Dieser zog rechts in den Strafraum und setzte den Ball ins linke untere Eck zum Ausgleich. In allerletzter Sekunde hatte der VfB noch den Sieg verspielt.

Blau-Weiß Briesen – FSV Brieske/Senftenberg 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Zickerow (34.), 1:1 Natusch (70.), SR: Schmidt, RK: Jautze (76./FSV), Z.: 78.

Die Gäste waren von Beginn an die dominierende Mannschaft und waren direkt beim ersten Eckball erfolgreich. Den Jubel versagten aber die Unparteiischen, die beim Abschluss eine Abseitsposition gesehen haben wollen. Und ein Einwurfgeschenk für die Hausherren brachte zehn Minuten vor der Pause die Führung der Blau-Weißen. Zerna konnte die Einwurfflanke nicht klären, sodass aus dem Rückraum Zickerow komplett alleinstehend einschob.

Die Hausherren starteten etwas engagierter in die zweite Halbzeit, fielen aber meist nur durch überhartes Einsteigen und Meckern auf. Die Bemühungen der Gäste wurden zwanzig Minuten vor dem Ende belohnt. John dribbelte sich durch das Mittelfeld und legt den Ball auf Natusch zurück, der von der linken Seite in die rechte Ecke zum Ausgleich traf. Ein Schuss und ein Freistoß von John sorgten für Hoffnungen der Gäste auf den Siegtreffer. Der Unparteiische will jedoch ein Nachtreten von Jautze gesehen haben, sodass die Knappen fortan zu zehnt spielten. Sie blieben dennoch aktiv, belohnten sich aber nicht.