Es stellte sich die Frage, ob die letzten drei Spiele nicht mehr ernst genug genommen werden.
Was im vergangenen Jahr in Wusterwitz mit einem 28:28 noch gelungen war, geriet Sonnabend bereits nach fünf Minuten ins Wanken. Es stand 5:1 für Wusterwitz, Trainer Marco Siebert nahm zeitig eine Auszeit - mit mäßigem Erfolg. Alle Spieler auf dem Parkett gaben erst einmal Testwürfe auf das Wusterwitzer Tor ab. Die desolat stehende Lübbenauer Deckung wurde durch die zwei Strategen Frank Gross und Torsten Pfeil ausgetanzt. Jeder Wurf landete im Netz der Lübbenauer Torleute.
Die raue Gangart der Wusterwitzer in der Deckung und die Vorteile im Angriff mit vorausgegangenen technischen Fehlern wurden vom Schiedsrichterpaar anders ausgelegt, als es sich die Lübbenauer erhofften. Somit reizten die Wusterwitzer immer wieder die Grenzen aus. Es gelang der TSG nicht, die Rückstände von 8:9 und 9:10 wenigstens in ein Unentschieden zu verwandeln. Somit überwanden die Gastgeber durch den ruhigen und verschleppten Spielaufbau immer wieder geschickt die TSG-Deckung. Ein Siebenmeter und ein erneuter Fernwurf aus dem Rückraum brachten die Zwei-Tore-Halbzeitführung der Gastgeber.
Die Marschrichtung nach der Pause war, schneller zu spielen und die Angriffe konsequent zu nutzen. Das gelang den Lübbenauern auch besser. Tino Kahl setzte sich erstmals nach der langen Auszeit gut in Szene. Seine Tore hielten die Mannschaft auf Kurs. Über die Stationen 14:12; 16:14 und 18:16 für Wusterwitz schlitterte das TSG-Spiel immer wieder so dahin. Es gelang den Spreewäldern nicht, die richtige Deckungseinstellung zu finden.
Die restlichen zehn Minuten waren von überzogener Härte gekennzeichnet. Der Wusterwitzer Frank Gross setzte Rene Sewald mit einem Stürmerfoul außer Gefecht. Sewald bekam mit voller Wucht den Ellenbogen in das Gesicht gedrückt, was auch gesehen und als Foul erkannt wurde. Aber die Zwei-Minuten-Zeitstrafe war aus Sicht der Lübbenauer aufgrund der angeblichen Absicht unangemessen niedrig angesetzt. Die Hinausstellungen wechselten jetzt im Minutentakt ab. Den Lübbenauern lief die Zeit davon. Die Gäste lagen vier Minuten vor dem Ende 23:27 zurück. Dann scheiterte auch noch der an diesem Tag unter seiner Klasse spielende Christoph Wilde im Wechsel mit dem Außenspieler am Torwart.
Nun ist in 14 Tagen das letzte Heimspiel in Lübbenau gegen Brandenburg. Die Gäste müssen gewinnen, da die Preußen in Luckau patzten und die Meisterschaft offen ist. (HaSi)
TSG Lübbenau spielte mit: Steve Sangl, Torsten Borrack, Mirko Langer, Rene Sewald, Marian Siebert, Christopher Perschk, Andre Krüger, Thomas Szymczyk, Andreas Rißka, Sebastian Schultz, Christoph Wilde, Matthias Drannaschk, Tino Kahl, Rene Nolde - Trainer Marco Siebert, MV: Raik Baum.