(dpr) Majestäten aus dem Morgenland gaben sich am Freitag in der Lübbenauer Altstadt die Ehre. Kaspar, Melchior und Balthasar, begleitet von einem Sternträger und zehn Sternsingern, baten in Rathaus und Apotheke, beim Optiker und in der Bank, im Uhrengeschäft und im Schloss Lübbenau um finanzielle Unterstützung für Kinder in Peru, die mit Behinderungen leben müssen. Dafür gab es für die Spender Lieder zu hören und Segenssprüche.

Spendabel zeigte sich auch Bürgermeister Helmut Wenzel im Rathaus. Er überreichte einen symbolischen Scheck über 200 Euro und legte noch etwas drauf für die Spendenbüchse. Außerdem gab es eine süße Wegzehrung und ein dickes Lob. Trotz unschönen Wetters in den Ferien von Haus zu Haus zu ziehen für eine gute Sache – das sei aller Ehren wert. Überhaupt sei das Sternsinger-Projekt, bei dem sich Kinder für benachteiligte Gleichaltrige in aller Welt einsetzen, sehr zu begrüßen. Laut Pfarrer Matthias Grzelka machten sich Kinder beider Konfessionen auf den Weg, mit ihnen einige Eltern.

In dem Andenstaat haben viele Menschen die finanzielle Unterstützung bitter nötig. Laut den Vereinten Nationen lebt jeder zehnte Peruaner mit einer Behinderung. Profitieren soll unter anderem ein Zentrum für Kinder mit Behinderungen in der Hauptstadt Lima, wie es im Heft zur Sternsingeraktion heißt. Über 1000 Kinder und ihre Familien werden hier jeden Tag betreut.