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SPD schlägt Hort-Neubau vor

In den Sommerferien bekommt die Werner-Seelenbinder-Grundschule einen Raum-Container auf die Grünfläche vor dem Haupteingang gestellt, in dem die Schüler essen können. Das ist aber nur eine Übergangslösung.
In den Sommerferien bekommt die Werner-Seelenbinder-Grundschule einen Raum-Container auf die Grünfläche vor dem Haupteingang gestellt, in dem die Schüler essen können. Das ist aber nur eine Übergangslösung. FOTO: dpr
Lübbenau. Nach der CDU nun also auch die SPD. Die beiden stärksten Fraktionen in der Lübbenauer Stadtverordnetenversammlung haben numehr klar signalisiert, dass mit ihnen der Umzug einer Grundschule aus der Altstadt in die Neustadt nicht zu machen ist. Daniel Preikschat

Während aber die CDU einen Neubau für die Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Poststraße vorschlägt, um ausreichend Platz für die Schüler zu schaffen, hat man bei der SPD einen anderen Plan.

"Diskussionsbeitrag" der SPD für die weitere Schulplanung soll sein, nahe der Werner-Seelenbinder-Grundschule in der Neustadt einen neuen Hort zu bauen, erklärt Fraktionschef Holger Bartsch. Auf diese Weise schaffe man in der Schule ausreichend Raum, um auch künftig drei Schulklassen pro Jahrgangsstufe zu unterrichten.

In der Seelenbinder-Grundschule mit dem Hort sollen laut dem SPD-Plan künftig alle Grundschüler aus der Neustadt sowie aus den Ortsteilen unterrichtet werden. Entsprechend soll die Traugott-Hirschberger-Grundschule nur die Kinder aus der Altstadt sowie möglicherweise auch noch aus Lehde und Teilen der Neustadt aufnehmen, die nahe der Schule liegen. Als eine Altstadt-Regelgrundschule könnte in der Einrichtung dauerhaft eine Klasse pro Jahrgangsstufe unterrichtet werden.

In den vergangenen Jahren, ergänzt Frank Zelder (SPD), sei in der Hirschberger-Grundschule mal nur eine erste Klasse gebildet worden, mal zwei erste Klassen. Sodass in der Poststraße eineinhalbzügig unterrichtet wird. Gebaut worden sei die Schule aber nur für den einzügigen Unterricht. Auch Turnhalle und Sportanlagen der Schule sind für diese Kapazität ausgelegt.

Kommt also der Hort für die Neustadt-Regelgrundschule Werner-Seelenbinder entspanne das auch die Situation in der Altstadt, so Zelder. Nicht weiter diskutieren müsse man nach Ansicht Bartschs und Zelders über die Jenaplan-Grundschule. Mit ihrem besonderen pädagogischen Profil sollte sie wie bisher mit einer Klasse pro Jahrgangsstufe in der Poststraße bestehen bleiben. Kinder dieser Einrichtung kommen vielfach aus der weiteren Umgebung nach Lübbenau.

Die SPD-Stadtverordneten räumen ein, dass die Unterschriftenaktion Lübbenauer Eltern gegen den Umzug von Grundschulen die Fraktion beeindruckt hat. Man habe daraufhin über eine bürgernahe Schulplanung nochmals nachgedacht und sei dabei auf diesen Vorschlag gekommen. Man werde ihn heute in einem Workshop mit Vertretern aus dem Rathaus und aus den Fraktionen zum Thema Schulplanung zur Diskussion stellen.

Zum Thema:
Auch die CDU-Fraktion spricht sich gegen den Vorschlag der Stadtverwaltung aus, die Hirschberger-Grundschule in die Neustadt umziehen zu lassen. Nach Vorstellungen im Rathaus sollte die Grundschule dort in die AWO-Fachschule ziehen und mit der Oberschule gegenüber ein Schulzentrum bilden. Die AWO wiederum könnte in das leer stehende Oberstufenzentrum (OSZ) ziehen.