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| 18:46 Uhr

Die Wahl in der Region
SPD in Lübbenau vor AfD

 Wahlkreis 40
Wahlkreis 40 FOTO: dpa / Robert Michael
Lübbenau/Vetschau/Calau. Roswitha Schier (CDU) und Daniel Münschke (AfD) sind die Landtagsabgeordneten aus der Region.

Hätte ganz Brandenburg so gewählt wie Lübbenau, wäre Verkehrministerin Kathrin Schneider (SPD) Landtagsabgeordnete geworden. Denn in der Spreewaldstadt lag sie bei den Erststimmen mit 26,3 Prozent knapp vor Daniel Münschke (AfD), der 25,7 Prozent bekam. Doch schon in den Nachbarstädten Vetschau und Calau reichte es für die SPD-Frau nicht mehr. Münschke lag jeweils knapp vor ihr.

Außer dem Gubener, der im Wahlkreis 40 (Lübbenau, Calau, Vetschau, Burg und Kolkwitz) das Direktmandat holt, schafften es auch Roswitha Schier (CDU) aus Lübbenau und die Calauerin Kathrin Dannenberg (Linke) dank guter Listenplätze in den Landtag. Mit ihren Erstimmen-Ergebnis dürften beide Frauen aber nicht zufrieden sein: Roswitha Schier bekam 20,4 Prozent der Stimmen, Kathrin Dannenberg 11,6.

Wie in Brandenburg insgesamt, lässt die SPD auch in Lübbenau, Vetschau und Calau die AfD jeweils knapp hinter sich. In Lübbenau trennen beide Parteien bei den Zweitstimmen rund vier Prozentpunkte (31 Prozent zu 26,8 Prozent), in Calau rund drei Prozentpunkte (27,7 Prozent zu 24,6 Prozent). Während es in Vetschau knapper war. Die SPD kam hier auf 30,1 Prozent, die AfD auf 29,5 Prozent.

Dabei hat die CDU in Calau und in Vetschau bei der Kommunalwahl am 26. Mai doppelt so viele Sitze in den Stadtverordnetenversammlungen erobert wie die SPD und die AfD (jeweils sechs zu drei). Offenbar trifft für diese beiden Städte zu, was Wahlanalysen für ganz Brandenburg ergeben haben: Etliche CDU-Wähler haben diesmal der SPD ihre Zweitstimme gegeben, um zu verhindern, dass die AfD stärkste politische Kraft in Brandenburg wird. In Lübbenau indes lag die SPD schon bei der Kommunalwahl vor der CDU. Die Sozialdemokraten verloren im Mai nur einen Sitz an die AfD, die Christdemokraten drei.

Im Nachbarwahlkreis 39 (Altdöbern, Drebkau, Großräschen, Senftenberg) konnte Wolfgang Roick (SPD) das Direktmandat holen. Außer ihm schaffen es auch der Student Julian Brüning (CDU) und die Bürofachangestellte Ilona Nicklisch (Freie Wähler) in den Landtag dank ihrer Listenplätze. Gute Platzierungen auf der Liste nutzen SPD-Kandidaten wie Kathrin Schneider hingen nichts. Denn die Landtagssitze für die Sozialdemokraten besetzen ausschließlich Wahlkreissieger.

(dpr)