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| 14:45 Uhr

Altdöbern
Spatenstich an höchster Stelle

Ab Januar übernimmt Katrin Peter kommissarisch den Posten der Altdöberner Amtsdirektorin. Nach dem Weggang von Vorgänger Detlef Höhl und ergebnisloser Neubesetzung in einem ersten Wahldurchgang ist die Stelle des Amtsdirektors bzw. der Amtsdirektorin ein weiteres Mal ausgeschrieben.
Ab Januar übernimmt Katrin Peter kommissarisch den Posten der Altdöberner Amtsdirektorin. Nach dem Weggang von Vorgänger Detlef Höhl und ergebnisloser Neubesetzung in einem ersten Wahldurchgang ist die Stelle des Amtsdirektors bzw. der Amtsdirektorin ein weiteres Mal ausgeschrieben. FOTO: Uwe Hegewald
Altdöbern. Aussichtsturm soll Wahrzeichen der Calauer Schweiz werden – Katrin Peter blickt auf Projekte 2018 im Amt Altdöbern.

Ab Januar gilt es für Katrin Peter tüchtig in die Hände zu spucken. Neben ihrem Job als Bau- und Ordnungsamtsleiterin „darf“ sie zusätzlich Aufgaben einer Amtsdirektorin übernehmen. Nach 16 Jahren hatte Detlef Höhl seinen Posten zum Jahresende auslaufen lassen. Wann ihre kommissarische und temporäre Tätigkeit endet, ist ungewiss. „Die Stelle ist ein zweites Mal ausgeschrieben. Nach Prüfen der Bewerbungen und einem eventuellen Vorstellen des oder der Kandidaten dürfte frühestens Anfang April mit einer Neubesetzung der Amtsdirektorstelle zu rechnen sein. Sollte der designierte Bewerber an Kündigungsfristen gebunden sein, könnte sich der Prozess noch etwas länger hinausschieben“, erklärt Katrin Peter die Zusammenhänge.

Eigentlich lässt der Arbeitsumfang in der Amtsverwaltung ein Vakuum nicht zu, die Mehrheit der Amtsausschussmitglieder hat das jedoch in Kauf genommen. Immerhin: Mit dem Baubeginn an der höchsten Baustelle in der Region ziehen das Amt Altdöbern und die Gemeinde Luckaitztal die Aufmerksamkeit auf sich. Die Rede ist vom Aussichtsturm auf den Kammlagen der Calauer Schweiz. „Aufgrund des längeren, krankheitsbedingten Ausfalls eines wichtigen Projektbeteiligten hängen wir mit dem Vorhaben etwas hinter her. Am Baubeginn 2018 halten wir fest, die offizielle Eröffnung des Aussichtsturmes wird wohl erst 2019 erfolgen“, teilt Katrin Peter mit. Einer der Gründe sei das enge Zeitfenster für den Bau, aufgrund strenger naturschutzrechtlicher Auflagen. 600 000 Euro beträgt das Investitionsvolumen für das neue Wahrzeichen der Calauer Schweiz. Hinzu kommen Mittel für den Brandschutzweg zum Objekt, der zu 100 Prozent gefördert wird.

In der Kerngemeinde Altdöbern geht es am Ärztehaus in eine zweite Runde. „Ergänzend zu den bereits abgeschlossenen Maßnahmen im Umfeld des Objektes befinden wir uns in der Planung für den Patienten-Parkplatz. Bei den erforderlichen 180 000 Euro konnten wir in den Fördertopf für finanzschwache Kommunen (90-prozentige Förderung) zugreifen“, so die Bau- und Ordnungsamtsleiterin.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist die Planungsphase für das Bebauungsgebiet „Jauersche Straße“ angestoßen. Nach Ausloten geeigneter Flächen und dem Abwägen aller Behörden könnten im Idealfall rund 1,5 Hektar als Bauland ausgewiesen werden. Wie Katrin Peter informiert, sei Bauland in Altdöbern sehr gefragt. „Die Gemeinde könnte jede Woche Bauland verkaufen“, sagt sie. Allein die Pläne der Landesregierung bremsen Euphorie und Umsetzung. Die bauliche Entwicklung am entstehenden Altdöberner See ist Bestandteil des Masterplanes, der im Grunde eingetütet ist. Im Februar wollen die Gemeinde Altdöbern und der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (LSB) die Vorhaben bei einer Einwohnerversammlung im Schützenhaus vorstellen.
In der Gemeinde Neupetershain werden die Straßenbaumaßnahmen in der Bauernsiedlung und im Ziegeleiweg fortgesetzt, sowie der Sanierungs-Fokus auf den gemeindeeigenen Wohnungsbestand gelegt. Dass plötzlich unvorhergesehener Finanzierungsbedarf nötig ist, mussten die Neupetershainer an ihrem Kultur- und Freizeitzentrum erfahren, wo das Sturmtief im Herbst eine aufwendig geklebte Dachbahn löste. Was die Neupetershainer Kita anbetrifft, ist laut Katrin Peter leichte Vorfreude erlaubt. „Insgesamt stehen uns für die drei Kita-Einrichtungen in Neupetershain, Lipten und Altdöbern 65 000 Euro zum Erfüllen kleinerer Wünsche zur Verfügung“, informiert sie.

Richtig zur Sache geht es in Lug (Gemeinde Bronkow) wo das bestehende Feuerwehrdepot und ein neu geschaffener Anbau zu einem Gemeinschaftszentrum verschmelzen sollen. Dessen Größe, die Lage am Spiel-, Sport- und Festplatz sowie die gemeinsame Nutzung gestatten eine spätere Stilllegung des ursprünglichen Gemeindehauses. An dieser Stelle richtet Katrin Peter ein Lob an den Verein „Aktives Ressen“ in der Gemeinde Neu-Seeland. „Wir brauchen diese Initiativen und Leute vor Ort. Respekt, was die Ressener in diesem Jahr in Eigeninitiative geschaffen haben“, würdigt sie die Aktivitäten um das Projekt „Erneuerung des Dorfteiches“.

Während dieses abgeschlossen ist und dem Verein „Aktives Ressen“ der Bürgerpreis des Amtes Altdöbern verliehen wurde, geht es am südlichen Zipfel des Amtsgebietes schrittweise weiter. „Nach Abschluss der Böschungsgestaltung am Liesker Strand durch die LMBV erfolgt die Zuwegung zum Strand“, informiert die Bauamtsleiterin. Projektträger ist auch hier der Zweckverband LSB, unter dessen Regie bereits der erste Bauabschnitt mit Parkplätzen, Sanitärgebäude und Caravan-Stellfläche abgeschlossen ist. Seitens der Amtsverwaltung werden alle laufenden und bevorstehenden Bauprojekte begleitet.

Katrin Peter, die seit nunmehr 26 Jahren in der Altdöberner Amtsverwaltung tätig ist, weist darauf hin, dass die  Kommunalverwaltung neben der Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben auch begleitendes und unterstützendes Organ bei baulichen aber auch kulturellen Vorhaben in den Gemeinden sei. So etwa auch bei den Vorbereitungen zu den Altdöberner Parksommerträumen, die jährlich am zweiten Augustwochenende stattfinden.

Im Mai 2017 ist in Lieske der Abschluss des ersten Bauabschnittes am Liesker Stand (Sedlitzer See) gefeiert worden.
Im Mai 2017 ist in Lieske der Abschluss des ersten Bauabschnittes am Liesker Stand (Sedlitzer See) gefeiert worden. FOTO: Uwe Hegewald