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| 18:31 Uhr

Neujahrsempfang der CDU Lübbenau
„Siegurd Landrat“ hält in Lübbenau Bewerbungsrede

Landrat Siegurd Heinze sprach in seiner Rede auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Lübbenau an.
Landrat Siegurd Heinze sprach in seiner Rede auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Lübbenau an. FOTO: Daniel Preikschat / LR
Lübbenau. CDU unterstützt beim Neujahrsempfang in der Spreewaldstadt ihren Kandidaten bei der Wahl am 22. April.

Die Lübbenauer CDU-Landtagsabgeordnete Roswitha Schier hat sich beim traditionellen Neujahrsempfang ihrer Partei am Samstag mit Bläsermusik und Bufett im Gerätehaus der Feuerwehr einen vielsagenden Versprecher geleistet. Sie kündigte Festredner Siegurd Heinze (parteilos), amtierender Landrat im Landkreis OSL und Kandidat für die anstehende Wahl am 22. April, als „Siegurd Landrat“ an. Zutreffend hingegen charakterisierte die Gastgeberin etwas später, was Heinze vortrug, als eine „Bewerbungsrede“.

Heinze hatte noch am Vormittag in Lübbenau das neue Domizil für die Musikschule am Paul-Fahlisch-Gymnasium besucht. Gern wies er hin auf die 5,6 Millionen Euro, die der Landkreis in die Sanierung der für Lübbenau so wichtigen Bildungsstätte investiert hat. Zur Sprache kam auch der Ausbau der Kraftwerkstraße gemeinsam mit der Stadt Lübbenau. Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniere. Was sich auch zeige mit Blick auf die gemeinsame Rettungswache, die fusionierten Tourismusverbände und die Katasterämter in OSL und SPN, die zusammengelegt wurden.

Trotz der Investitionen stehe der Landkreis OSL heute finanziell sehr viel besser da als noch 2011. Damals beliefen sich die Schulden auf 287 Millionen Euro, heute nur noch auf 50 Millionen Euro. Jedoch dürfe man Sparen und Schuldenabbau auch nicht übertreiben, so Heinze. Weitere Investitionen vor allem in Schullandschaft und Infrastruktur seien notwendig.

Gern gehört haben dürfte vor allem der Vetschauer Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos), was Heinze zum Plan der Kolkwitzer sagte, eine Gesamtschule zu etablieren. Nicht nur die Vetschauer Oberschule wäre dann gefährdet, ist der Landrat sicher. Auch das Lübbenauer Paul-Fahlisch-Gymnasium würde dann Schüler verlieren.

Für die Zukunft, und gern weiterhin mit ihm als Landrat, wünscht sich Siegurd Heinze eine Fortsetzung der guten interkommunalen Zusammenarbeit. Versprechungen für den Fall, dass er im April gewählt werden sollte, machte Heinze nicht. Nur eins versprach er: „Ich werde das Amt dann auch antreten und nicht in die Opposition gehen.“

Mehr Raum nahmen SPD-kritische Äußerungen in den Reden Roswitha Schiers und der CDU-Bundestagsabgeordneten Jana Schimke ein. Verbal aufs Korn genommen wurden unter anderem die gescheiterte Kreisgebietsreform und der Landesentwicklungsplan, laut dem Brandenburg vor allem Erholungsgebiet für die Berliner sein soll, so Roswitha Schier. Deutlich entschiedener vorgehen müsse die Landesregierung gegen integrationsunwillige Flüchtlinge, sagte sie weiter und erwähnte die Messerattacke eines jungen Syrers in Cottbus: „Wer sich nicht unterordnen will, gehört nicht hierher.“