ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:19 Uhr

Wohnen im Alter
Sicheres und bequemes Wohnen auf eine neue Stufe gestellt

Unter dem Motto „Selbstbestimmtes Älterwerden in den eigenen vier Wänden“ hat die GWG Lübbenau ihre neue Musterwohnung vorgestellt. Projektleiter Paul Schlorf (2. v. l.) informierte über alles Wissenswerte.
Unter dem Motto „Selbstbestimmtes Älterwerden in den eigenen vier Wänden“ hat die GWG Lübbenau ihre neue Musterwohnung vorgestellt. Projektleiter Paul Schlorf (2. v. l.) informierte über alles Wissenswerte. FOTO: Uwe Hegewald
Lübbenau. GWG Lübbenau setzt auf selbstbestimmtes Älterwerden in den eigenen vier Wänden. Von Uwe Hegewald

„Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein.“ Die GWG, Gemeinschaftliche Wohnungsbaugenossenschaft der Spreewald-
stadt Lübbenau eG ist „Schuld“ daran, dass der oft zitierte Satz, jedoch an Kraft verlieren könnte. Am Freitagnachmittag öffnete sie die Türen zu einer Musterwohnung, die das Wohnen im Alter auf eine neue Stufe stellt. Generationsbedingte Handicaps lassen sich in dieser schnell und einfach per Knopfdruck überwinden. „In den zurückliegenden fünf Monaten haben wir rund 30 000 Euro in den Komplettumbau der 60 m²-Wohnung investiert“, berichtet Projektleiter Paul Schlorf.

Schlange stehen war für Besucher der Wohnung in der Dr. Albert-Schweitzer-Straße angesagt, die sich selbst ein Bild vom jüngsten GWG-Vorzeigeprojekt machen wollten. Spezielle Rauchwarnmelder, eine Herdüberwachung sowie Kontrolle weiterer energetischer Verbraucher zählen ebenso zu den Sonderausstattungen, wie automatische Rollläden, Paniktasten, Zentral-Aus/Ein-Taster, eine bodengleiche Dusche sowie schwellenlose und verbreiterte Türbereiche.

Das technische Knowhow ist von der Provedo GmbH beigesteuert worden. Wie Andreas Thurm, technischer Leiter und Prokurist des in Leipzig ansässigen Unternehmens mitteilt, befinde sich die GWG Lübbenau damit in einer Reihe von Wohnungsbau-Gesellschaften in Berlin, Magdeburg, Jena oder vielen sächsischen Städten. „Über Smartphone oder Tablet gesteuerte Rollläden oder Heizungen, individuelle Lichtsteuerung oder eine intelligente Sprachausgabe (Lautsprecher) finden auch bei jüngeren Generationen Anklang“, so Thurm.

„Das ist schon eine beeindruckende Technik. Man muss vieles dazulernen, aber das kann und soll man im Alter auch“, sagt Grete Weckmüller. 1963 ist die ehemalige Pädagogin mit ihrem, inzwischen verstorbenen, Ehemann Heinrich nach Lübbenau gezogen und wohnt noch in der ersten Wohnung. Einen Umzug in eine mit vielen Hilfsmitteln ausgestattete Wohnung, schließt sie nicht aus. „Ich habe mich schon mal vorangemeldet“, so die Seniorin, der vor allem die Variationsmöglichkeiten ansprechen. Im Gegensatz zur Musterwohnung favorisiere sie jedoch eine räumlich abgegrenzte Küche.

Holger Siebert und Andreas Rißka räumen ein, dass sich viele Wünsche realisieren ließen. Die Musterwohnung sei nur ein Beispiel dafür, was alles möglich ist, so die Vorstands-Doppelspitze der GWG. Die monatliche Miete für eine 60m²-Komfort-Wohnung beläuft sich auf knapp 600 Euro, warm. Bei normaler Ausstattung müssten Mieter mit rund 450 Euro rechnen.

Projektleiter Paul Schlorf ist zuversichtlich: „Dass so viele Leute zur Besichtigung kommen, hat uns überrascht. Es gab auch konkrete Anfragen“, so der Assistent des Vorstandes. Zwischen 300 und 350 Besucher sind vom GWG-Team durch die Räume geführt worden, die nach Anmeldung weiterhin besichtigt werden können. „Bis etwa zum Jahresende. Im Januar wollen wir sie dann auf den Markt bringen“, sagt Schlorf.