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Seelsorger stehen im Notfall zur Seite

Bronkow.. „Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist die Zahl der Notfallseelsorge-Einsätze von 21 Nachfragen im Jahr 2005 auf 37 im Jahr 2006 gestiegen, dennoch ist die Hilfe aus den Reihen der Feuerwehr nur drei Mal angefordert worden“ , sagte Beate Bergmann, Feuerwehr-Notfallseelsorgerin aus Uwe Hegewald

Hermsdorf, während der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in Bronkow. „Was macht ihr, wenn ihr mal einen richtig schweren Einsatz hattet?“ , fragte sie in die Runde mit 120 Feuerwehrleuten. Schwere Verkehrsunfälle, Wohnungsbrände, Abbruch nach erfolgloser Reanimation, Großschäden, Katastrophen - die Einsatzindikationen der Notfallseelsorge sind breit gefächert. Es sei ein Angebot zur Unterstützung von Einsatzkräften in psychisch besonders belastenden Situationen und werde allzu oft nur zögerlich angenommen, sagte Beate Bergmann.
„Wir sind rund um die Uhr einsatzbereit, sprecht uns ruhig an“ , betonte auch Michael Oelmann, der zum Kreis der unterstützenden und mitarbeitenden Pfarrer zählt. Zu den Angeboten der Notfallseelsorge zählt die Betreuung von Verletzten, die Begleitung von Angehörigen, Fürsorge für Einsatzkräfte, das Gesprächsangebot in Krisensituationen, die Unterstützung beim Überbringen von Todesnachrichten und der Beistand für Sterbende, wenn gewünscht auch religiöse Riten. Die Alarmierung der Notfallseelsorge erfolgt über die Rettungsleitstelle. Ansprechpartner für die Notfallseelsorge in der Region ist Pfarrer Frank Hirschmann vom Evangelischen Pfarramt Kroppen.
Kontakt unter Telefon: 035755/306 oder www.notfallseelsorge@kirche-kroppen.de.