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| 02:32 Uhr

Schulzentrum soll größer werden

Gleich neben der Oberschule in Vetschau und in der Nähe des Parkplatzes wäre das neue Mehrzweckgebäude aus Planersicht ideal platziert.
Gleich neben der Oberschule in Vetschau und in der Nähe des Parkplatzes wäre das neue Mehrzweckgebäude aus Planersicht ideal platziert. FOTO: dpr
Vetschau. Planerin, Stadtverordnete, Bürgermeister, Bauamtsleiter und sachkundige Einwohner waren sich im Sozialausschuss soweit einig: Der am besten geeignete Standort für ein neues Mehrzweckgebäude im Vetschauer Bildungszentrum wäre gleich neben der Oberschule in direkter Nähe zum Parkplatz. Der Eingeschosser, so Isabel Mayer vom Cottbuser Büro mayerwittig, wäre nach außen hin gut sichtbar und würde den ganzen Campus aufwerten. Daniel Preikschat

Schüler von Grund- und Oberschule wie auch Besucher könnten ihn gut erreichen.

Bei der Frage jedoch, wie groß und teuer das Gebäude werden soll, gehen die Meinungen in Vetschau weiterhin auseinander. Die Cottbuser haben in ihrer Planung im Mehrzweckgebäude einen Speisnraum mit 150 Plätzen untergebracht, der auch als Aula dient, außerdem Bibliothek, einen Raum für die Musikschule, Küche, Sanitärbereich, Personalraum und Innenhof. 1330 Quadratmeter Fläche habe der Bau, so Isabel Mayer, davon seien 850 Quadratmeter Nutzfläche. Drei Millionen Euro würden Planung und Bau in etwa kosten. Wie Bauamtsleiter Sven Blümel im Ausschuss ergänzte, könnten zwei Drittel der Kosten über Stadtumbau-Fördermittel gedeckt werden. Zumindest wolle die Stadt das beantragen. Es bliebe dann noch ein Eigenanteil von einer Million Euro übrig.

"Richtig gut" gefielen auch Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) Entwurf und Standortwahl. Gunther Schmidt (CDU) und der sachkundige Einwohner Roland Hauck sahen das auch so und empfahlen, nun endlich zu Potte zu kommen mit dem neuen Mehrzweckgebäude und so den Bildungsstandort Vetschau ein gutes Stück weiter voranzubringen.

Ob das passiert, erscheint jedoch fraglich angesichts auch ganz anderer Meinungen. Uwe Jeschke (SPD) fragte bei der Planerin nach, ob auch eine Neubauvariante nur mit Aula beziehungsweise Speiseraum betrachtet worden sei. Hintergrund der Frage: Noch im Hauptausschuss im November hatten die Abgeordneten dem Planungsbüro den Auftrag gegeben, auch einen Neubau ohne Bibliothek und Zimmer für die Musikschule zu planen. Denn Millionen-Projekte könne sich die Stadt nicht leisten, so Winfried Böhmer (Bündnis 90/Grüne) und Dietmar Schmidt (CDU).

Planerin und Bauamtsleiter versicherten Uwe Jeschke, dass sich eine abgespeckte Variante leicht nachreichen ließe. Allerdings, gab Blümel zu bedenken, bekäme die Stadt dann möglicherweise nur Schulfördermittel und müsste den Eigenanteil auf 50 Prozent aufstocken. Bei einer Zwei-Millionen Euro-Investition würde der Eigenanteil dann immer er noch eine Million Euro betragen.

Zum Thema:
Die 2016 von der Stadt Vetschau für 15 000 Euro beauftragte Machbarkeitsstudie soll zeigen, wo ein Multifunktionsraum im Schulzentrum gebaut werden könnte. Mindestens Speiseraum/Aula sollen untergebracht werden können, optional auch Bibliothek und Musikzimmer. Handlungsbedarf ergab sich durch die engen Speiseräume in Grund- und Oberschule, außerdem gibt es keine Aula.