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Schulkunst-Projekt vor dem Abschluss

Kunspädagoge Henry Krzysch (rechts) hat bei einem Rundgang über Höhepunkte des Projektes berichtet. So entstand auf dem Schulhof mit der Altdöberner Wappenlilie ein langlebiges Natursteinmosaik.
Kunspädagoge Henry Krzysch (rechts) hat bei einem Rundgang über Höhepunkte des Projektes berichtet. So entstand auf dem Schulhof mit der Altdöberner Wappenlilie ein langlebiges Natursteinmosaik. FOTO: Hegewald
Altdöbern. Wenn in der kommenden Woche das Schuljahr ausläuft, endet an der Lilien-Grundschule Altdöbern auch ein außergewöhnliches Langzeit-Kunst-Projekt. Über den Zeitraum von drei Schulhalbjahren konnten sich Grundschüler künstlerischen Sphären nähern. Uwe Hegewald

"Kultur macht stark" lautet die Initiative, die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. "Der Bund gibt viel Geld aus, um allen Kindern Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Wir hatten das große Glück, Zuwendungen in Höhe von 22 000 Euro zu erhalten", sagte Henry Krzysch am Tag der Finissage mit.

Die Summe allein erkläre jedoch noch nicht den Umfang des 18 Monate währenden Projektes, so der Kunstmaler und -pädagoge. Über 60 Veranstaltungen mit verschiedenen Formaten hatten stattgefunden und mindestens einmal pro Woche wurde in Bastelstuben oder Ateliers gebeten. Ton-Keramiken, 3D-Bilder, Skulpturen-Reliefs oder Acrylbilder wurden geschaffen, sich mit Malerei oder Zeichentechniken auseinandergesetzt oder im Rahmen von Workshops Mosaike verlegt. "Mich beeindruckt die Philosophie des Projektes, das offen für alle ist, Chancengleichheit leistet und allen Kindern Zugang zu Kunst und Kultur ermöglicht", würdigte Altdöberns Kämmerin Anja Bröker die Initiative.

Begeistert zeigte auch bei CDU-Landtagsabgeordnete Roswitha Schier, die beim Betrachten der Kunst aus Kinderhand und musikalischer Umrahmung durch Johanna Gnerlich und Max Schwarzenau zu dem Urteil kam: "Altdöbern ist eine Kunstschmiede." Ferner räumte die Politikerin ein, zuvor nichts vom Projekt des Bundesministeriums gehört zu haben, das sogar Chancen auf eine Anschlussfinanzierung hat. Entscheidend sei, so Henry Krzysch, dass sich wieder ein Bündnis findet, das einen entsprechenden Antrag stellt.

Beim nun beendeten Programm an der Lilien-Grundschule hatten sich der Schulförderverein, der Verein Interforum Cottbus die Gemeinde und Henry Krzysch als Projektleiter zusammengeschlossen.