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Schulen: Viel Betrieb trotz Ferien

Das Fundament für die Feuer-Fluchttreppe an der Traugott-Hirschberger-Grundschule wird an dieser Stelle vorbereitet.
Das Fundament für die Feuer-Fluchttreppe an der Traugott-Hirschberger-Grundschule wird an dieser Stelle vorbereitet. FOTO: Stadtverwaltung/Schäfer
Lübbenau. Die sechswöchige unterrichtsfreie Zeit nutzen Baufirmen in Lübbenau, um Brandschutz- und Sicherheitstechnik zu erneuern. Vor der Seelenbinder-Grundschule werden Container platziert. Daniel Friedrich

Auch wenn derzeit die großen Sommerferien sind, herrscht an den Lübbenauer Grundschulen kein Leerlauf - im Gegenteil: Während Schüler und Lehrer vom stressigen Schuljahr entspannen, sind in und an den Gebäuden Bauarbeiter zu Gange.

In der Traugott-Hirschberger-Grundschule in der Altstadt etwa wird der Brandschutz ertüchtigt. Wie Kerstin Schäfer vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung informiert, werden dazu Brandschutztüren eingebaut sowie ein zweiter Rettungsweg geschaffen: Über eine Außentreppe aus Stahl soll künftig sichergestellt sein, dass im Brandfall alle schnellstens das Haus verlassen können. Zudem wird eine neue Alarmanlage in der Schule installiert. "Die Arbeiten haben planmäßig mit Ferienbeginn begonnen und werden von einheimischen Firmen durchgeführt. Wir gehen davon aus, dass zum Schulbeginn Anfang September alles fertig ist", sagt Kerstin Schäfer. Alle Brandschutzmaßnahmen könnten auch wieder abgebaut und an anderer Stelle wiederverwendet werden, sagt sie mit Blick auf einen möglichen - viel diskutierten - Schulumzug in der Zukunft. Die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebenen Um- und Neubauten in der Hirschbergerschule liegen bei rund 100 000 Euro.

Reges Treiben herrscht derzeit auch an der Werner-Seelenbinder-Grundschule in der Neustadt. Auf der Wiese vor dem Schulgebäude an der Giebelstraße wird in den kommenden Wochen eine Raumcontaineranlage errichtet. "Dazu werden momentan der Boden vorbereitet und Leitungen verlegt", berichtet Kerstin Schäfer zum aktuellen Stand. In den Containern mit 200 Quadratmetern Grundfläche soll ab kommendem Schuljahr die Essensausgabe für bis zu 120 Kinder stattfinden. Die dadurch freigewordenen Räume im Gebäude kann künftig der Hort nutzen.

Nach dem Aufbau der gemieteten Container werden Verbindungswege zum Hauptgebäude gepflastert. Anschließend ist laut Stadtverwaltung geplant, das Gelände zu umzäunen. Die Auslagerung der Essensräume war notwendig geworden, weil die Seelenbinder-Grundschule zunehmend Kapazitätsprobleme hat. Die geplante zweijährige Containernutzung inklusive des Abbaus kostet ungefähr 170 000 Euro.